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Frühgeborene: 7.5% der Schweizer Babys kommen zu früh auf die Welt
 
Knapp 92% kamen termingerecht zwischen der 37. und der 41. Schwangerschaftswoche auf die Welt. Damit sind die Schweizer Zahlen im europäischen Vergleich im oberen Mittelfeld, wie eine Statistik des Bundesamtes für Statistik von 2008 zeigt.

Der Zeitraum der Frühgeburten-Quote wurde bei allen Geburten in der Schweiz neu auch ab dem Gestationsalter (Zeitraum zwischen Befruchtung und Geburt) berechnet. Damit konnte das Bundesamt für Statistik 2008 neu die Frühgeburtenrate aus 76'700 Lebendgeburten errechnen.

 

An europäischer Spitze mit Frühgeburten steht Österreich (11.4%), danach Deutschland mit 8.8%. Spanien, Belgien, England und Wales zählen weniger Frühgeburten als die Schweiz. Noch tiefer war die Rate in Italien (6.9%) und Frankreich (6.3). Am wenigsten Frühchen wies Irland mit 5.5% auf.

 

Im südlichen Afrika gibt es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die meisten Frühgeburten (17.5%); am tiefsten ist die Frühgeburtenrate mit 3.2% in Zentralasien. Nordamerika liegt mit 10.2% vor Europa (6.2% im Schnitt). Damit gibt es jährlich weltweit rund 10% Frühgeburten.

 

Erhöhtes Risiko bei Mehrlingsschwangerschaften

Rund zehnmal höher als bei Einzel-Schwangerschaften ist die Gefahr einer Frühgeburt bei Mehrlingsschwangerschaften. Von den erfassten 76'691 Lebendgeburten in der Schweiz waren 7.5% Frühgeburten und 3.5% Mehrlingsgeburten.


Wie bereits früher berichtet, nehmen immer mehr Menschen in der Schweiz die medizinisch unterstützte Fortpflanzung in Anspruch: 6'000 Paare waren es 2008; 2002 waren es noch 3'467 Frauen, die künstlich befruchtet wurden. Von den 6'000 Paaren wurde rund ein Drittel der Frauen schwanger und der Anteil an Mehrlingsgeburten stieg gegenüber dem Durchschnitt erheblich.  

 

Fachleute erklärten die hohe Zahl von Frühgeburten bereits 2007 unter anderem mit dem hohen Alter der Erstgebärenden sowie mit den Mehrlingsgeburten.

 

Knaben sind grösser und schwerer

Knaben sind bei der Geburt durchschnittlich 0.8 cm länger und 134 Gramm schwerer als Mädchen. Termingerecht Geborene wiegen im Durchschnitt 3.4 Kilogramm und sind 49.7 Zentimeter gross; Frühchen wiegen im Schnitt 2.3 Kilogramm und sind 44.7 Zentimeter gross.

 


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31.03.2010 - dzu


 

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