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Sie sind hier: Frauen » Schwangerschaft und Kind 24. Mai 2012
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Antibabypille ist besser als ihr Ruf
 
Die Pille verhindert Teenager-Schwangerschaften, und dick macht sie auch nicht. Gefährlich wird die Pille im Zusammenhang mit Nikotinkonsum.

Antibbabypille
 
14 Prozent der Mädchen unter 15 Jahren hatten schon Geschlechtsverkehr, wie eine Umfrage der deutschen Bundeszentrale für Aufklärung zeigt. Die Zahlen für die Schweiz dürften ähnlich sein.

 

Knapp ein Drittel der Befragten fühlt sich nicht genügend aufgeklärt und hat grosse Defizite bei Kenntnissen der physiologischen Abläufe im eigenen Körper. Das führt noch immer zu ungewollten Schwangerschaften. Vergessene Pille, Schwierigkeiten bei der Kondomanwendung sowie der Überraschungseffekt des ersten Mals sind die häufigsten Gründe für das Versagen der Verhütung.

 

Geringe Risiken

Laut einer Studienreview im Fachblatt ''Ars Medici'' stehen bei Jugendlichen die Pille sowie das Kondom an erster Stelle bei der Verhütung. Die Pille verringert bei jungen Mädchen die Monatsbeschwerden. Dass die Pille dick macht, ist dagegen ein nicht bestätigtes Vorurteil.

 

Das Brustkrebsrisiko ist bei Pillenanwenderinnen leicht erhöht, das Eierstockkrebsrisiko dafür deutlich reduziert. Frauen unter 20 Jahren haben ein sehr geringes Thromboserisiko; ab dem 41. Lebensjahr steigt dieses deutlich an. Besteht eine familiäre Häufung von Thrombosen, muss diese vor der Einnahme der Pille abgeklärt werden. Rauchen erhöht das Thromboserisiko in jedem Fall stark. Eine medizinische Notwendigkeit für die Pillenpause alle vier Wochen konnte nicht belegt werden. Im Gegenteil: Das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft ist nach den hormonfreien Tagen erhöht.

 


Rosenfluh Publikationen ArsMedici Nr. 11

23.06.2009 - dzu


 

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