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Darminfektion schuld an Drei-Monats-Koliken
 
Weinkrämpfe bei Drei-Monats-Koliken gehen möglicherweise auf Keime, welche Darmentzündungen im Babydarm auslösen, zurück.

Baby weint
 
Die Ursachen der Bauchkoliken und die damit verbundenen Schreiattacken bei ansonsten gesunden Neugeborenen konnten bis heute nicht klar eruiert werden.

 

Man weiss zwar, dass Koliken bei Frühgeborenen vor allem auf die fehlende Ausbildung des Verdauungssystems und der Darmmuskulatur sowie auf das unbeabsichtigte Luftschlucken zum Beispiel nach künstlicher Beatmung zurückgehen können. Bei Drei-Monats-Koliken nach einer Normalgeburt tappte die Medizin bisher jedoch im Dunkeln.


Amerikanische Forscher scheinen nun ursächliche Hinweise für die Koliken gefunden zu haben. Sie untersuchten Stuhlproben von Neugeborenen mit und ohne Koliken. Bei den von Koliken geplagten Babys fanden sie eine höhere Konzentration von bestimmten Bakterien als im Stuhl von Babys ohne Koliken.


Die Forscher vermuten nun, dass diese Bakterien (Klebsiella-Bakterien) Entzündungen im Darm hervorrufen. Diese Darmentzündung entspricht derjenigen von Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen. Ausserdem fanden sie bei den kolikgeplagten Babys eine geringere Vielfalt der Darmflora. Im Moment wird getestet, ob allenfalls probiotische Nahrung die Klebsiella-Besiedlung reduzieren oder verhindern könnte.


Hausmittel wie Wärmewickel oder das Massieren des Bauches können die Darmmuskeln entspannen und Krämpfe lösen. Der Verzicht auf blähende Speisen und Getränke der stillenden Mutter helfen ebenfalls. Kinderärzte empfehlen auch das regelmässige Aufstossenlassen des Babys nach dem Stillen.

 

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pte

29.07.2009 - dzu


 

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