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Schwangerschaft und schwere H1N1-Verläufe
 
Schwangere Frauen gehören zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf der H1N1-Grippe. Eine Analyse von 239 Frauen zeigt, dass bei Schwangeren und Frauen nach der Geburt die H1N1-Grippe zu schweren Komplikationen führen kann.

Frau Schwanger
 
Das California Department of Public Health hat die Daten von allen Patientinnen und Patienten gesammelt, welche aufgrund einer H1N1-Infektion hospitalisiert oder gestorben waren.

 

Die Studienautoren analysierten die medizinischen Informationen von 94 Schwangeren, 8 Frauen nach der Geburt und 137 nicht schwangeren Frauen im gebärfähigen Alter, die wegen einer H1N1-Infektion in ein Spital eingewiesen wurden.

 

Resultat: Bei 38% der Patientinnen fanden sich keine Antikörper im Schnelltest. 95% der schwangeren Frauen waren im zweiten oder dritten Drittel der Schwangerschaft; ein Drittel der Frauen hatte zusätzliche Risikofaktoren, Komplikationen der H1N1-Influenza zu entwickeln (z.B. chronische Atemwegserkrankungen).

 

Das Todesrisiko oder das Risiko für eine Einweisung auf die Intensivstation war um mehr als das Vierfache erhöht, wenn die Antivirus-Medikamente mehr als 2 Tage nach Beginn der Symptome eingenommen wurden. Insgesamt mussten 22% der gebärenden Frauen (18 Schwangere und 4 nach der Geburt) auf der Intensivstation behandelt werden; 8 Frauen starben.

 

Fazit der Autoren: Bei Schwangeren und bei Frauen nach einer Geburt kann die H1N1-Grippe zu schweren Komplikationen oder zum Tod führen. Auch wenn der Antikörper-Schnelltest negativ ausfällt, müssen die Frauen bei Verdacht auf H1N1 sofort entsprechend behandelt werden, um die Prognose zu verbessern.

 

Mehr zum Thema


Tellmed, NEJM 2009, Online Publikation 23. Dezember - Louie JK et al

30.12.2009 - dzu


 

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