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Bereits Freud wies in den 1890er Jahren auf die Bedeutung sexuell traumatisierender Erfahrungen für die Entstehung einer „Hysterie“ hin.
Forscher analysierten zum Thema somatoforme Symptome - also körperliche Beschwerden, die sich kaum auf eine organische Erkrankung zurückführen lassen – 23 Studien mit insgesamt 4'640 Patienten, mit oder ohne sexuelle Missbrauchserfahrungen.
Deutlich waren die Zusammenhänge zwischen sexuellem Missbrauch in der Vergangenheit und lebenslanger Neigung zu Magen-Darmstörungen, unspezifischen chronischen Schmerzen, psychogenen nicht epileptischen Anfällen und chronischen Unterleibsschmerzen.
Kein deutlicher Zusammenhang bestand zwischen sexuellem Missbrauch und späteren Fibromyalgien (Weichteilrheuma), Übergewicht oder Kopfschmerzen. Bei sexuellem Missbrauch, der „nur“ auf Vergewaltigung basierte, bestand ein klarer Zusammenhang zu späteren Fibromyaligien, chronischen Unterbauchbeschwerden und funktionellen Magen-Darm-Störungen.
Fazit der Autoren: Sexuelle Missbrauchserfahrungen führen zu einer Vielzahl lebenslanger somatoformer Störungen, also körperliche Störungen ohne organischen Befunden. |