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Stiftung PLANeS besorgt über populistische Initiative betreffend Schwangerschaftsabbruch
 
Zum Tag der Frauengesundheit: PLANeS, die Schweizerische Stiftung für sexuelle und reproduktive Gesundheit, ist besorgt über die populistische Initiative, die sich gegen die Zahlungspflicht der Krankenversicherung bei Schwangerschaftsabbrüchen richtet.

Getarnt als Sparinitiative, torpediert das reaktionäre Begehren in Tat und Wahrheit das Recht der Frau auf freien Entscheid und die Frauengesundheit.


Der Zugang zu einem fachgerecht durchgeführten Schwangerschaftsabbruch gehört zu den sexuellen Rechten. Es ist ein lang erkämpftes Menschenrecht, das in der Schweiz durch die sogenannte „Fristenregelung“ geregelt ist. Ungewollte Schwangerschaften können eine gesundheitliche Gefährdung für die betroffene Frau darstellen. Der Schwangerschaftsabbruch ist darum, wie andere gesundheitliche Beeinträchtigungen auch, von der Solidargemeinschaft der Versicherten zu tragen.

 

Die von der Initiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ gewollte Inkongruenz führt zur zusätzlichen Belastung und Diskriminierung derjenigen, die Hilfe am meisten nötig haben: ungewollt schwangere Frauen mit sozialen und partnerschaftlichen Problemen. Wenn sie den Schwangerschaftsabbruch selbst bezahlen müssten, würden viele Frauen gezwungenermassen auf „billige“ und unsichere Methoden zurückgreifen. Dies wäre ein Rückschritt und ein Rückschlag für die Gesundheit der Frauen. Auch das Sparargument der Initiative greift nicht, denn unsachgemäss durchgeführte Schwangerschaftsabbrüche ziehen oft hohe Folgekosten nach sich.

 

Ganz abgesehen von den hohen medizinischen und sozialen Kosten von erzwungenermassen ausgetragenen Schwangerschaften, die kaum bezifferbar sind. Es geht den InitiantInnen aber um eine erneute Attacke gegen den demokratisch legitimierten freien Entscheid der Frau, eine ungewollte Schwangerschaft abbrechen zu können. PLANeS lehnt die frauenfeindliche Initiative entschieden ab. Stattdessen fordert PLANeS eine dezidiertere staatliche Förderung der sexuellen Gesundheit und Rechte – nicht zuletzt durch Sexualerziehung und -beratung in der ganzen Schweiz.

 

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PLANeS

28.05.2010 - dzu


 

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