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ADHS: Schwierige Familienverhältnisse erhöhen das Risiko
 
ADHS Kinder kommen fast zu Hälfte aus Eineltern Familien oder aus Familien der sozialen Unterschicht, dies haben Schwedische Forscher festgestellt.

 
Die Schwedischen Public Health-Forscher untersuchten die Verordnungen von Ritalin und anderen Therapiearzneien bei der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (AHDS).

 

Da in Schweden sämtliche Geburten mit einer Identifikationsnummer versehen werden, kann die Abgabe dieser rezeptpflichtigen Medikamente mit der Personennummer verglichen werden.

 

Die Forscher stellten Folgendes fest:

  • Knaben sind stärker betroffen als Mädchen und erhalten dreimal häufiger ein Medikament
  • Mütter mit der geringsten Schulbildung hatten ein bis zu 130% erhöhtes Risiko für ein Kind mit ADHS im Vergleich mit Mütter mit höherer Schulbildung
  • In Eineltern-Familien musste bis zu 54% häufiger ein AHDS-Medikament einem Kind verordnet werden.
  • Sozialhilfe in der Familie erhöhte die Verordnung eines ADHS-Medikamentes um 135%.
  • 33% der ADHS-Erkrankungen wurden auf ein niedriges Bildungsniveau der Mutter zurückgeführt.
  • 14% der ADHS-Erkrankungen wurden auf den Umstand der Alleinerziehung zurückgeführt.

 

Die sozioökonomischen Faktoren spielten bei den Mädchen und den Jungs etwa die gleich grosse Rolle.

 

Die Forscher führen die höhere Rate von ADHS in Familien mit sozioökonomischen Problemen darauf zurück, dass Mütter mit geringer Bilder auch häufig in anderen Bereichen benachteiligt sind: Stress und häufig eher schwieriger erziehbare Kinder, Geld- und Zeitmangel sowie Mange an sozialer Unterstützung würden dies noch unterstützen. Familiäre Konflikte, Trennung, Scheidung und Abwesenheit eines Elternteils sind Faktoren, die ebenfalls eine Rolle spielen.

 

Mehr zum Thema


Acta Paediatrica (2010; 99: 920-924)

09.06.2010 - dzu


 

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