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BFU: Kampagne gegen Kindstod durch Ertrinken
 
Viel zu häufig ertrinken Kinder oder ziehen sich dauerhafte Gesundheitsschäden zu, weil sie nicht ausreichend beaufsichtigt werden. Mit einer Wasser-Sicherheitskampagne wird die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung gemeinsam mit Partnern während drei Jahren Eltern, Betreuungspersonen und Kinder für die Gefahren beim Baden sensibilisieren.

Pünktlich zum Start der Badesaison lanciert die bfu gemeinsam mit der Stadt Bern, swimsports.ch, der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG, dem Schweizerischen Badmeister-Verband SBV und weiteren Partnern eine dreijährige Wasser-Sicherheitskampagne.

 

Denn: Ertrinken ist bei Kindern die zweithäufigste unfallbedingte Todesursache; nur der Strassenverkehr fordert noch mehr Leben. Das Ziel der Kampagne ist ehrgeizig, aber realistisch: In der Schweiz soll künftig kein einziges Kind mehr ertrinken. Die Kampagne richtet sich in erster Linie an Eltern und Betreuungspersonen. Denn obwohl diese in der Regel überzeugt sind, ihre Aufsichtspflicht wahrzunehmen, unterschätzen sie doch häufig die Gefahren, welche auf die Kinder lauern.

 

Was viele nicht wissen: Ein Kind kann bereits in 20 Sekunden ertrinken. Ist die Aufsichtsperson nicht in Reichweite des Kleinkindes, also einen bis maximal drei Schritte entfernt, bleibt für die Rettung wenig Zeit – manchmal zu wenig, um schlimmste Folgen zu verhindern. Dennoch kommt es häufig vor, dass auch sehr kleine Kinder längere Zeit unbeaufsichtigt baden oder sich ihre Betreuungspersonen zwar in Hör- und Sichtweite, nicht aber in Reichweite aufhalten.

 

Beim Baden gilt aber: «Kinder immer im Auge behalten. Kleine in Reichweite». So lautet denn auch die ebenso einfache wie wirkungsvolle zentrale Handlungsanweisung der Kampagne. Die Betreuungspersonen sollen damit auch daran erinnert werden, dass sie selbst dafür verantwortlich sind, die Kinder zu beaufsichtigen – und nicht etwa die Badmeister. Um diese Botschaften möglichst breit zu kommunizieren, werden primär die öffentlichen Frei- und Hallenbäder als Plattform genutzt.

 

Viele Ertrinkungsunfälle von Kindern bis 9 Jahre ereignen sich nach Stürzen ins Wasser, die nicht nur beim Baden passieren können. Selbst wenn es eigentlich des Schwimmens mächtig ist, kann das Kind unter Wasser die Orientierung verlieren und in Panik geraten. Damit sich das Kind selbst aus einer solchen Notsituation retten kann, wird im Rahmen der Kampagne der Wasser-Sicherheits-Check (WSC) gefördert.

 

Es handelt sich dabei nicht um einen konventionellen Schwimmkurs; der Fokus liegt vielmehr auf dem angstfreien Aufenthalt im Wasser und der Fähigkeit zur Selbstrettung. Träger des WSC sind swimsports.ch, die SLRG, der Schweizerische Schwimmverband SSCHV, Jugend und Sport J+S sowie die bfu.

 

Linkempfehlung


Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu

28.04.2011 - dzu


 

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