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Die Forscher der Universität Lausanne analysierten Daten von 7429 Jugendliche - 3385 Frauen und 4044 Männer - zwischen 16 und 20 Jahren, welche im Rahmen der SMASH-Studie Fragen rund um den Drogenkonsum beantwortet hatten.
Wer konsumiert was, wie viel
- 2515 Jugendliche (35%) hatten im vorausgegangen Monat mindestens einmal eine illegale psychoaktive Substanz konsumiert.
- 850 bezeichneten sich als Gelegenheitskiffer (maximal zweimal monatlich)
- 1227 gaben an regelmässig zu Kiffen (mindestens 3 Mal monatlich)
- 438 zählen zu den Mehrstoffkonsumenten (Cannabis plus mindestens eine zusätzliche illegale Substanz)
Probleme unter Drogen - Mehrfachkonsumenten besonders gefährdet
44% der weiblichen und 50% der männlichen Drogenkonsumenten berichteten über mindestens ein negatives Erlebnis unter Drogen. Als Hauptproblem-Zonen eruierten die Forscher: Schule, Persönliches (z.B. Verletzungen, Geldprobleme), Beziehungen (Eltern, Freunde, Lehrer, Gewalt) sowie sexuelle Erlebnisse (ungewollt, ungeschützt).
73% der Konsumenten von mehreren Substanzen bejahten mindestens ein solches Ereignis als Folge ihres Drogenkonsums. Bei den regelmässigen Kiffern berichteten 54% und bei den gelegentlichen Kiffern 27% über mindestens ein negatives Erlebnis.
Der Konsum mehrerer Substanzen führte in allen vier Problemzonen am häufigsten zu negativen Ereignissen. 22% der Mehrfachkonsumenten berichteten über erlebte negative sexuelle Ereignisse unter Drogen. Bei den regelmässig und gelegentlichen Cannabiskonsumenten kamen lediglich von 6 respektive 3% solche Berichte.
Die Forscher vermuten bei den Mehrfachkonsumenten, dass diese nebst dem Cannabiskonsum sexuell hemmende oder enthemmende Substanzen konsumieren würden.
Kiffen verhindert Freundschaften und schafft persönliche Probleme
Aber auch Kiffen allein schafft Probleme: So berichteten Regelmässigkiffer doppelt bis dreimal so häufig über Probleme in Beziehungen oder in der Schule als bei den Gelegenheitskiffern. Über sexuelle oder persönliche Schwierigkeiten berichteten beide Gruppen etwa gleich häufig.
Diese Ergebnisse stimmen in etwa mit jenen aus einer Amerikanischen Studie überein, wonach viele Jugendliche sich der Probleme unter Drogen bewusst sind und auch über negative Konsequenzen des Konsums Auskunft geben können.
Damit sei ein Ansatz für die Präventionsarbeit gegeben, so die Forscher. Ärzte und Therapeuten seien gefordert mit den jugendlichen Drogenkonsumenten offen deren negative Auswirkungen in verschiedenen Bereichen zu kommunizieren. Die Angaben, welche von Jugendlichen stammen, könnten den jungen Drogenkonsumenten ungleich mehr Eindruck machen, als wenn der Drohfinger von Seiten der Behörden komme.
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