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20 Kindergartenklassen aus den Kantonen Waadt und St. Gallen nahmen im Schuljahr 2008/2009 an einem Forschungs- und Präventionsprogramm teil. Weitere 20 Kindergartenklassen dienten als Kontrollgruppe.
Von den 655 beteiligten Kindern hatten 73% mindestens einen Elternteil, der Ausländer ist. Dies wurde mit Bedacht gewählt, da Kinder von Ausländern häufiger aus tieferen sozialen Schichten stammen und Studien belegt hatten, dass diese Kinder ein erhöhtes Risiko für Übergewicht haben.
Zu Beginn der Studie erhoben die Forscher verschiedene Daten der Kinder: Bauchumfang, Körperfett, Gewicht und Fitness.
Studienmodus
Vier Punkte standen im Mittelpunkt:
- Förderung der körperlichen Aktivität ausserhalb des Turnunterrichtes – zum Beispiel auch durch zusätzliches Bereitstellen einer Kletterwand.
- Thematisierung und Hilfestellung bei den Risikofaktoren Ernährung, Medienkonsum und Schlaf
- Einbezug der Eltern mit Elternabenden
- Abgabe von Informationsmaterial zu gesunder Ernährung an die Eltern
Resultat: Kinder werden schlanker und fitter
Nach Ende des Schuljahres waren die Kinder vom Präventionsprogramm – im Vergleich zu den „Gspändli“ ohne spezielle Schulung – fitter, der Anteil Körperfett sowie der Bauchumfang als auch der Medienkonsum (Fernsehen, Computer) nahmen bei ihnen deutlicher ab.
Solche Interventionsprogramme sollten weltweit eingesetzt werden, um die Übergewichtsepidemie bei den Kindern zu bekämpfen. Dicke Kinder sind in der Folge häufig auch dicke Erwachsene, was mit zunehmenden Erkrankungen wie Herzkreislauf-Problemen oder Diabetes einhergeht, so die Forschungsleiterin Jardena Puder vom Universitätsspital Lausanne an der Jahresversammlung der "Endocrine Society" in San Diego (USA).
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