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Masern: Schweiz beteiligt sich an europäischem Durchimpf-Programm
 
Das WHO-Ziel, die Masern bis Ende 2010 in der Schweiz auszurotten, wurde nicht erreicht, wie das Bundesamt für Gesundheit BAG schreibt. Deshalb beteiligt sich die Schweiz an der Europäischen Impfwoche vom 23. bis 30. April, um die Durchimpfrate anzuheben.

Die vermeintlich harmlose Krankheit 'Masern'' ist noch nicht ausgerottet. Das Zieldatum zur Eliminierung in der Schweiz wurde deshalb bis Ende 2015 hinausgeschoben.

 

Zwar sind im Jahr 2008 landesweit 75% der Kleinkinder mit zwei Dosen des Masernimpfstoffes geimpft worden; 90% aller Kinder haben nur eine Dosis bekommen, was die Durchimpfrate gegenüber dem Vorjahr zwar leicht erhöhte, dennoch aber zu klein war, um die Krankheit auszurotten.

 

Um dieses Ziel zu erreichen müssen 90% der unter 2-Jährigen zwei Impfdosen erhalten. Wie häufig in Impffragen gibt es regional unterschiedliches Verhalten: In Genf zum Beispiel bekamen fast 90% der Kleinkinder zwei Dosen, im Appenzell Innerrhoden hingegen lediglich 50%.

 

Das sollte die Schweizer Beteiligung an der  Europäischen Impfwoche vom 23. bis 30. April ändern: Eltern von Kleinkindern sollen auf die Impfung aufmerksam gemacht werden. Die Impfung sollte im Alter von einem Jahr begonnen und vor dem zweiten Geburtstag abgeschlossen werden. Nur so kann laut BAG die Masern ausgerottet, die Jungendlichen schliesslich vor der einer Masernerkrankung geschützt und Epidemien Vorschub geleistet werden. Denn: Masern sind nicht zu unterschätzen; immer wieder sterben auch in Europa Kinder an den Masern oder erleiden bleibende gesundheitliche Schäden.

 

Die Masernimpfung sei deshalb auch ein Akt der Solidarität gegenüber jenen Kindern, die nicht geimpft werden können.


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29.03.2011 - dzu


 

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