Definition
Beim Autismus handelt es sich um eine chronische Erkrankung. Zwar nimmt das Erscheinungsbild im Laufe des Erwachsenenalters oft ab, eine völlige Normalisierung ist jedoch unwahrscheinlich. In manchen Fällen ist ein relativ normales Leben möglich. Autisten bleiben aber meist stark isoliert und erfordern daher viel Toleranz von den Angehörigen.
Bei zusätzlich auftretenden geistigen Einschränkungen ist auch im Erwachsenenalter eine Betreuung in entsprechenden Institutionen erforderlich.
Bei einer autistischen Störung kommt es zu einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung des Kindes. Sie macht sich durch Abkapselung von der Aussenwelt und mangelndem Interesse an sozialen Kontakten bemerkbar.
Die Bezeichnung Autismus kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus den beiden Wörtern autos = selbst und ismos = Zustand zusammen. Es beschreibt einen Rückzug ins Innenleben.
Hauptproblem bei autistischen Kindern ist das mangelnde Interesse zur Kommunikation. Das macht es für viele Eltern nur sehr schwer möglich, einen Kontakt zu ihrem autistischen Kind herzustellen.
Je nach Schweregrad unterscheidet man vier verschiedene Erscheinungsformen, wobei die beiden häufigsten Formen den Namen KannerSyndrom und Asperger-Syndrom tragen.
Knaben sind häufiger betroffen als Mädchen. Meist macht sich eine autistische Störung vor dem 3. Lebensjahr bemerkbar. |