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Gonorrhoe, Tripper
Gonorrhoe (Tripper) eine häufige Geschlechtskrankheit
 
Definition
Ursachen
Symptome (Beschwerden)
Diagnose (Untersuchung)
Therapie (Behandlung)
Mögliche Komplikationen
Vorbeugemassnahmen (Präventionsmassnahmen)
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Definition

Die Gonorrhoe ist die weltweit häufigste Geschlechtskrankheit. Die Bezeichnung kommt aus dem Griechischen und bedeutet Samenfluss; auch die Bezeichnung Tripper das Wort stammt von drippen, tropfen ist für die Krankheit gebräuchlich.

 

Bei der Gonorrhoe handelt es sich um eine seit Jahrhunderten bekannte Infektionskrankheit. Ausgelöst wird sie durch Bakterien und übertragen durch ungeschützten sexuellen Kontakt.

 

Zu Beginn macht die Gonorrhoe praktisch keine Beschwerden, weshalb sie unbemerkt durch Geschlechtsverkehr weitergegeben werden kann.

Männer wie Frauen können einerseits unfruchtbar werden; anderseits kann die Infektion bei der Geburt auf das Kind übertragen werden.

Ursachen

Die Krankheit wird durch das Bakterium Neisseria gonorhoeae (sogenannte Gonokokken) verursacht. Die Übertragung erfolgt durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Die Geschlechtskrankheit ist meldepflichtig.

Bei der Infektion unterscheidet man die genitale (die Geschlechtsorgane-betreffend) und die extragenitale Gonorrhoe (Entzündung ausserhalb der Geschlechtsorgane).

Symptome (Beschwerden)

Die Inkubationszeit (die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) beträgt zwischen zwei und fünf Tagen.

 

Genitale Gonorrhoe (die Geschlechtsorgane-betreffend)

  • Entzündung der Schleimhäute: Bildung des typischen eitrigen, gelblich-grünen Ausflusses
  • Schmerzen am Damm und in der Blasengegend
  • Schmerzen beim Wasserlassen, vor allem beim Mann; die Frau hat meistens keine Beschwerden, ausser eventuell Ausfluss, der aber nicht selten als normale Sekretion interpretiert wird

 

Später können folgende Beschwerden dazukommen:
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Beim Mann Entzündung der Prostata (Prostatitis), welche sich durch häufigen Harndrang, schmerzhaften Stuhlgang und Fieber bemerkbar machen kann

 

Die genitale Gonorrhoe kann sich wie folgt ausbreiten:
  • Entzündung der Samenblase und des Samenstrangs
  • Nebenhodenentzündung (Rötung, Schwellung, Druckschmerzen, ev. Fieber); Folge: Sterilität
  • Bei der Frau Entzündung der Eileiter; Folge: Sterilität

 

Extragenitale Gonorrhoe

 

Hier breitet sich die Entzündung ausserhalb der Geschlechtsorgane aus.

  • Entzündung der Mundschleimhaut (durch Oralverkehr)
  • Entzündung des Anus (durch Analverkehr)

 

Infektion des Neugeborenen bei Ansteckung durch die Mutter

  • Bindehautentzündung: Lichtscheue, Lidschwellung; Gefahr von Ausbreitung der Infektion auf die Hornhaut, was zur Erblindung führen kann

 

Diagnose (Untersuchung)

Nachweis der Gonokokken-Bakterien
  • Krankengeschichte unter Einbezug der Beschwerden; Nachfragen nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr
  • Nachweis der Bakterien (Gonokokken) im Ausfluss oder Abstrich

Therapie (Behandlung)

Gonorrhoe wird mit Antibiotika behandelt

Eine sofortige Behandlung der Gonorrhoe mit Antibiotika bringt schnelle Heilung. Wichtig ist, dass der oder die Sexualpartner mitbehandelt werden! Ansonsten stecken die Partner sich gegenseitig immer wieder neu an.

 

Vorbeugebehandlung des Neugeborenen

Sie besteht im Einträufeln von 1%iger Silbernitratlösung in jedes Auge. Oft wird auch eine ölige Penicillin-Lösung angewendet.

Mögliche Komplikationen

Unbehandelt kann die Gonorrhoe sowohl bei Frauen als auch bei Männern zu einer dauerhaften Sterilität (Unfruchtbarkeit) führen; beim Neugeborenen zur Erblindung.

 

Selten kommt es zu einer Verschleppung der Infektion über das Blut in den ganzen Körper; dies kann sich äussern in:

  • Gelenk- und Sehnenschmerzen
  • Fieber
  • Ausschläge (rote Pusteln, braune Flecken) an Händen und Füssen
  • Augenentzündungen
  • Hirnhautentzündung und Herzmuskelentzündung

Vorbeugemassnahmen (Präventionsmassnahmen)

Kondome schützen vor Gonorrhoe (Tripper)
Nur geschützter Geschlechtsverkehr mit Kondom kann vor einer Gonorrhoe schützen. Eine durchgemachte Erkankung gibt keine Immunität; das heisst, man kann wieder daran erkranken.

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01.07.2009 - dzu

Die Informationen wurden von Fachpersonen recherchiert und für Sie aufbereitet, erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen in keinem Fall den Arztbesuch.

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