Definition
Der gesunde Mensch besitzt zwei funktionstüchtige Nieren. Die Hauptaufgaben der Nieren sind: Harnausscheidung sowie Regulation des Säure-Basen- und des Flüssigkeits-Haushaltes.
Weitere Aufgaben der Nieren sind: Bildung verschiedener Hormone, Regulierung des Knochenstoffwechsels. Beim chronischen Nierenversagen sind also ausser der Aussscheidung noch andere wichtige Körperfunktionen gestört: z.B. der Blutdruck, der Hormon- und Vitaminstoffwechsel sowie das Gerinnungssystem.
Unter dem chronischen Nierenversagen versteht man eine nicht mehr rückgängig zu machende, eingeschränkte Nierentätigkeit. Die Nieren sind nicht mehr in der Lage, Giftstoffe in genügendem Ausmass aus dem Körper zu scheiden. Dadurch sammeln sich die giftigen Stoffwechselprodukte im Blut (= Urämie) an.
Das chronische Nierenversagen (auch chronische Nieren-Funktionsschwäche) ist meistens die Folge einer chronischen Krankheit und schreitet meist langsam voran. Mit zunehmender Funktionsunfähigkeit der Nieren muss die Entgiftung des Körpers und die Wasserausscheidung durch eine entsprechende Behandlung übernommen werden. Ohne diese Behandlung kann die chronische Nierenunterfunktion in ein definitives Nierenversagen übergehen, was zum Tod führt.
Durch die Zunahme der chronischen Erkrankungen sind auch die Fälle der Niereninsuffizienzen drastisch gestiegen. Die Behandlungsmöglichkeiten richten sich nach den Ursachen und dem Stadium der Erkrankung. |