Definition
Am 13. März 2003 löste die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen "globalen Alarm" wegen einer in Vietnam und China neu aufgetretenen besonders ansteckenden und schwer verlaufenden Form einer Atemwegserkrankung aus: SARS (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom). Die Erkrankung mit der englischen Bezeichnung Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS) hatte ihren Ursprung wahrscheinlich in Hongkong. In der Folge kam es zu einer weltweiten Epidemie in über 30 Ländern mit einigen Tausend gemeldeten SARS-Fällen. Durch entsprechende Massnahmen konnte die weitere Verbreitung verhindert werden.
Ausgelöst wurde die Infektion durch ein Virus aus der Gruppe der Coronaviren, das vom Tier auf den Menschen übertragen wurde. Der Verdacht bestand, dass die Zibetkatze das Virus auf den Menschen übertragen hatte. Die Zibetkatze ist ein beliebtes Nahrungsmittel in Südchina und gilt als kulinarische Spezialität.
Die Übertragung von Mensch zu Mensch findet vor allem über die Luft durch Tröpfcheninfektion statt, ähnlich wie bei der Grippe. Vor allem bei engem Kontakt mit einem Infizierten besteht eine grosse Ansteckungsgefahr. Mittlerweile nimmt man auch an, dass Schmierinfektionen und auch eine Verbreitung des Virus über grössere Entfernungen, z.B. über die Luft, verunreinigte Lebesmittel oder Trinkwasser oder über Klimaanlagen möglich ist. Das erhärtet den Verdacht einer sehr grossen Ansteckungsgefahr.
Das Virus kann mindestens 24 Stunden ausserhalb eines Organismus überleben, Temperaturen über 56°C machen das Virus allerdings inaktiv. |