Definition
Die Schulter gehört zu den beweglichsten Gelenken des menschlichen Körpers. Das hohe Mass an Beweglichkeit stellt gleichzeitig ein Risiko dar, nämlich das des Ausrenkens oder Auskugelns (in der Fachsprache Luxation).
Dabei springt der Oberarmkopf aus der Gelenkpfanne, was meist noch andere Verletzungen nach sich zieht.
Die Ursachen sind verschieden: Das erste Mal passiert die Luxation meist durch einen Sturz (Trauma); in der Folge können durch die zusätzlich entstandenen Schäden an Bändern und Sehnen immer wieder Luxationen auftreten (hier spricht man dann von ''posttraumatischen sich wiederholenden Luxationen'').
Andere Ursache können angeborene Schwächen in der Schulter sein, zum Beispiel schlaffe Bänder oder Fehlformen (sogenannte Dysplasien) der Schulterpfanne. Hier spricht man dann von habitueller Schulterluxation. Diese Form ist nicht so häufig.
Das Ziel der Therapie ist das rasche Einrenken der Schulter (Reponierung) sowie die Wiederherstellung der vollen Beweglichkeit. Das kann konservativ – ohne Operation – oder unter Narkose erfolgen. Eine bis zu 6-wöchige Ruhigstellung nach der Reposition ist unabdingbar. |