Ursachen
- Akute oder Langzeitbestrahlung durch radioaktive Substanzen
- Strahlentherapie zur Krebsbehandlung
Die Wirkung der Radioaktivität hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Zeitraum der Bestrahlung: Dauert die Bestrahlung in hoher Dosierung weniger lange an, kann der Organismus die Strahlenbelastung schlechter kompensieren, als wenn die gleiche Bestrahlungsdosis über längere Zeit auf den Körper einwirkt.
Dosierung: Hohe Strahlendosen führen zur akuten Strahlenerkrankung, die meist innerhalb weniger Tage zum Tod führt. Bei einer Bestrahlungsdosis von 5 Sievert innerhalb von wenigen Tagen muss man damit rechnen, dass etwa die Hälfte der exponierten Personen innerhalb von einem Monat sterben.
Art der Substanz: Aus einem Atomkraftwerk treten besonders gefährliche radioaktive Edelgase aus (Xenon 133 und Krypton 85). Der Vorteil dieser Substanzen: Sie sind äusserst flüchtig; das heisst durch Distanz zur Strahlenquelle verringert sich der gesundheitliche Schaden.
Jod 131 und Cäsium gelangen via Trinkwasser in die Nahrungskette. Radioaktives Jod reichert sich bei Aufnahme rasch in der Schilddrüse an, was zu einem erhöhten Schilddrüsenkrebs-Risiko führt.
Strontium 90 und Plutonium 239: Diese Stoffe binden sich an Staubpartikel und können über die Atemluft in den Körper gelangen und Zellen schädigen. |