|
An der Uppsala Longitudinal Study of Adult Men nahmen 2.841 Männer mit Jahrgängen von 1920 bis 1924 teil. Diese wurden ab dem 50. Lebensjahr regelmässig medizinisch untersucht.
Es zeigte sich, dass Männer die zu Beginn der Studie drei Stunden wöchentlich Freizeitsport trieben oder ein körperliches Hobby (z.B. Gartenarbeit) verrichteten, hatten eine um 3.8 Jahre längere Lebenserwartung.
Da die sportlichen Männer auch seltener rauchten und auch seltener fettleibig waren, reduzierte sich der Vorteil der Lebenserwartung, der allein auf das körperliche Training zurückzuführen war, auf 2.3 Jahre. Männer, die moderate Aktivitäten wie Wandern oder Radfahren angaben, lebten in dieser Analyse 1.1 Jahre länger.
Auch Unterschiede in Blutdruck, Cholesterin und im Alkoholkonsum wurden berücksichtigt, weshalb die Frage, wie die lebensverlängernde Wirkung zustande kommt, nicht klar ist. Die Vermeidung des metabolischen Syndroms allein, scheint die Unterschiede jedenfalls nicht zu erklären.
Bei Männern, die erst ab 50 angefangen hatten Sport zu treiben, war nach 5-10 Jahren sportlicher Tätigkeit die Sterberate halb so gross, wie bei gleichaltrigen Männer, die keinen Sport trieben. Die Forscher meinen sogar, dass die gesteigerte körperliche Aktivität im Alter den selben Einfluss auf die Lebenserwartung hat, wie ein Rauchstopp.
|