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Arbeitsplatz: Burnout kann zu Depressionen führen
 
Wie Arbeitspsychologen feststellen ist „Burnout“ zu einem Modewort verkommen und die Symptome werden deshalb oft zu spät erkannt und behandelt. Unbehandelt aber kann Burnout zu Depressionen führen.

 

Steigende Arbeitslosenzahlen und die Angst um Arbeitsplatzverlust fördern Stress- und Burnoutsymptome.

 

Längst ist Burnout keine Managerkrankheit mehr, sondern ein Symptom, welches sich bei fast allen Berufsarten und Beschäftigungsstufen zeigen kann. Experten weisen darauf hin, dass auch bei Teilzeitbeschäftigten die Burnoutgefahr besteht, aber oft unterschätzt wird.

 

Besonders gefährdet sind Personen, die anfangs enthusiastisch und voller Tatendrang zur Arbeit schreiten und hohe Erwartungen an sich selbst stellen. Um alle gesteckten Ziele zu erreichen, werden oft Familie, Partner, Freunde und Freizeit vernachlässigt. Das kann dazu führen, dass die "brennende Begeisterung" später oft umschlägt in "ausgebrannt sein". Unbehandelt kann dieses Problem ernsthaft krank machen und zu Depressionen führen.

 

Gemäss einer Umfrage des Forschungsinstitutes gfs.bern - im Auftrag der Credit Suisse - zwischen Mitte August und Anfang September 2006 bei 1'010 repräsentativ ausgewählten Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, ist die Arbeitslosigkeit immer noch die grösste Sorge der Schweizer.  Für 66% der befragten Stimmberechtigten ist die Arbeitslosigkeit ihre grösste Sorge. Das sind bloss 5% weniger als bei einer ähnlichen Umfrage im Vorjahr. Und dies trotz verbesserter Wirtschaftslage!

 

Diese Angst wird noch gefördert durch steigenden Stress am Arbeitsplatz. Als Folge davon kann es zu Burnoutsymptomen und zu Mobbing kommen.

 

Definition von Burnout

Burnout kommt aus dem Englischen und heisst soviel wie „ausgebrannt sein“. Es bezeichnet einen Zustand von innerer Leere, totaler seelischer Verausgabung, die „Batterien sind leer“ und der Mensch ist kaum mehr fähig die eigenen Leistungsquellen in kurzer Zeit (z.B. übers Wochenende) wieder aufzufüllen.

 

Die Ursachen sind sehr vielfältig. Es können dies sein: Unter- oder Überforderung, kein oder zu wenig Lob für Leistungen, das Gefühl von „Ungerecht behandelt werden“, Verlust des Gemeinschaftserlebens, Erleben von Kontrollverlust oder Wertekonflikte.

 

Wie eine neuere Studie des Karolinska-Instituts in Stockholm belegt sind Menschen, die unter chronischen Schlafstörungen leiden öfter vom Burnoutsyndrom betroffen.

 

Symptome eines Burnout-Syndroms

Es machen sich Gefühle der totalen Erschöpfung und Niedergeschlagenheit breit. Man ist bereits am Morgen erschöpft und  möchte am liebsten den ganzen Tag nur noch schlafen. Es zeigt sich eine allgemeine Lustlosigkeit, nicht nur beim Arbeiten sondern auch für Freizeitaktivitäten oder in Beziehungen.

 

Auf der körperlichen Ebene treten häufig Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Verdauungsstörungen und Muskelverspannungen auf.

 

Oft wird Bournout als Erschöpfungsphase dargestellt. Die Gefahr besteht dann, dass nur die Symptome bekämpft werden und dadurch der Prozess verlängert oder verschlimmert wird und bis zu einer Depression führen kann.

 

Was kann man tun?

Burnout lässt sich nicht auf eine einzige Ursache zurückführen und kommt nicht von heute auf morgen. Es handelt sich um einen schleichenden Prozess, Burnout entsteht über einen längeren Zeitraum hinweg.

 

Bournut ist in seltenen Fällen auf eine Person im Betrieb beschränkt, sagen Experten. Im Interesse des Betriebes und der Mitarbeiter sollten präventiv regelmässige, anonyme  Umfragen unter den Mitarbeitern stattfinden, um herauszufinden, ob Burnoutfaktoren im Unternehmen ein Problem sind.

 

Eine der Grundregeln lautet auf seinen Körper zu hören. Dies bedeutet ausreichend schlafen, gesund essen, sich häufig bewegen, sich Zeit für sich nehmen, Pausen während der Arbeit einlegen und lernen „Nein-zu Sagen“.

 

Wenn Burnout schon mehrere Wochen anhält, erfordert dies die Unterstützung von Fachleuten. Die erste Ansprechperson kann ein betriebsinterner Psychologe oder der Hausarzt sein.

 

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13.12.2006 - dzu


 

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