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Europäischer Allergieverband EAACI veröffentlicht Erklärung zu Lebensmittelallergien und Anaphylaxie

Die European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI - Europäische Akademie für Allergie und klinische Immunologie) hat heute eine Öffentliche Erklärung bekannt gemacht, in der sie europäische und nationale Gesundheitspolitiker aufruft, der steigenden Gefährdung durch Lebensmittelallergien entgegen zu treten.
Die Erklärung bildet einen wesentlichen Teil der EAACI-Aufklärungskampagne zu Lebensmittelallergien und Anaphylaxie, die von 2012 bis 2013 läuft. Ziel der Kampagne ist es, das Wissen über Lebensmittelallergien europaweit zu stärken und den politischen Entscheidungsträgern bewusst zu machen, dass Lebensmittelallergien in Europe kontinuierlich zunehmen. Des Weiteren klärt die Kampagne über die Auslöser von anaphylaktischen Schocks auf. Darüber hinaus wird die Öffentlichkeit informiert, was in einem Notfall zu tun ist – denn allergische und anaphylaktische Reaktionen können lebensgefährlich sein. Im Laufe des Jahres 2013 wird EAACI, Europas grösster Allergieverband, auf die EU-Verantwortlichen zugehen, Empfehlungen aussprechen und zu konkreten Massnahmen auffordern, um die Behandlung von Lebensmittelallergien und Anaphylaxie zu verbessern.
 

17 Millionen sind bereits betroffen!

In Europa leiden 17 Mio. Menschen an Lebensmittelallergien. Länder wie Frankreich, Deutschland und Italien weisen derzeit die grösste Häufigkeit von Lebensmittelallergien auf: 3,5% der jeweiligen Gesamtbevölkerung leiden dort unter chronischen Beschwerden.

 

Häufigkeit von Lebensmittelallergien in Europa, geschätzt

 

EU-Staaten
Bevölkerung (in Mio.)
betroffen von Lebensmittelallergien
Dänemark
5.4
1.6% (86'000)
Grossbritannien
60.9
2.0% (1'200'000)
Griechenland
11.0
2.0% (220'000)
Polen
38.2
2.5% (950'000)
Niederlande
16.3
2.5% (407'000)
Spanien
44,5
3.0% (1'330'000)
Schweiz
7.5
3.0% (225'000)
Italien
60.3
3.5% (2'100'000)
Deutschland
82.6
3.5% (2'900'000)
Frankreich
63.2
3.5% (2'200'000)

"Die aktuellen europäische Statistiken sind beunruhigend, insbesondere die Zahlen zu den Notaufnahmen in Krankenhäusern wegen Anaphylaxien – sie sind innerhalb der letzten 10 Jahre um das Siebenfache gestiegen" erklärt EAACI-Präsident Prof. Cezmi Akdis. "Mit unserer Erklärung wollen wir europäische Gesetzgeber auf Lebensmittelallergien und ihre Häufigkeit aufmerksam machen und ihnen eine Roadmap für erforderliche politische Massnahmen an die Hand geben, um eine Verbesserung für das Leben von Allergiepatienten zu erreichen."

 

Nach Ansicht von EAACI können Aufklärungskampagnen, Schulungsprogramme für Patienten und Forschungsprojekte die derzeitige Situation beträchtlich verbessern. Dementsprechend fordert EAACI verstärkte Bemühungen der Gesundheitspolitik auf EU- wie auch auf nationaler Ebene.

 

Obwohl Lebensmittelallergien ein alarmierendes Ausmass erreicht haben, gibt es zu den Ursachen und möglichen Behandlungsmethoden noch viele offene Fragen. Deshalb ist ein zweites Ziel der Öffentlichen Erklärung, die Forschungsmittel im Kampf gegen Lebensmittelallergien europaweit aufzustocken. Aus Sicht von EAACI wäre es wichtig, besonders die Veranlagung zu Allergien und die Rolle des angeborenen und adaptiven Immunsystems zu erforschen. EAACI will 2013 erreichen, dass Forschungsprojekte zu Lebensmittelallergien in der regelmässigen Ausschreibung des Rahmenprogramms für Forschung und Innovation Horizont 2020 Berücksichtigung finden und im Rahmen dritten EU-Gesundheitsprogramms priorisiert werden.

 

Ausserdem hinterfragt EAACI einige Aspekte der aktuellen EU-Richtlinien zur Lebensmittelkennzeichnung kritisch. Nach Auffassung von EAACI sind sie nicht ausreichend, um einen unbeabsichtigten Verzehr von Allergenen zu vermeiden. Derzeit tragen manche Nahrungsmittel den Hinweis "Kann Erdnüsse enthalten" oder "Kann Milch enthalten", doch diese Art der vorbeugenden Kennzeichnung ist auf EU-Ebene nicht einheitlich geregelt. Die Nahrungsmittelkennzeichnung spielt für Allergiker eine wesentliche Rolle im Umgang mit ihrer Erkrankung und einer entsprechenden Ernährung. EAACI ist der Meinung, dass die EU klare Leitlinien für die Kennzeichnung festlegen sollte. Wenn Produkte allergene Substanzen enthalten können, sollten diese auch genau genannt werden, um Unsicherheiten beim Verbraucher zu vermeiden. Zur Vereinfachung der Lesbarkeit empfiehlt EAACI zusätzlich, dass für die Kennzeichnung von Allergenen auf der Packung eine separate Schriftart verwendet wird.

 

Mehr zum Thema

European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI)

08.02.2013 - gem

 
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