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Bei Fieberblattern
hilft die Natur |
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| | Bei einer Infektion mit dem Herpes Virus Typ 1 (Herpes labialis) manifestieren sich die Blässchen an den Lippen und/oder an der Zunge. Beim Typ 2 (Herpes genitalis) vorwiegend an den Genitalien.
Einmal mit dem Herpes Virus infiziert, können immer wieder aktive Infektionsphasen mit den typischen schmerzhaften Bläschen. Am häufigsten werden diese Phasen ausgelöst durch eine allgemeine Schwächung des Immunsystems, Stress, hormonale Abläufe (Menstruation) oder auch durch übermässige Sonnenbestrahlung (UV-Licht).
Die Komplementärmedizin bietet verschiedene vorbeugende Massnahmen. Einerseits hilft eine gesunde Ernährung mit einem hohen Anteil an Vollkorn-, Frisch- und Rohkost.
Aber: Bestimmte Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil von Aminosäuren (Arginin) können Herpesviren aktivieren und sollten daher von Betroffenen vermieden oder eingeschränkt konsumiert werden. Dazu zählen: Erdnüsse, Schokolade, Getreideprodukte.
Wechselduschen und Kneippanwendungen werden prophylaktisch und zur Stärkung des Immunsystems empfohlen.
Die Phythotherapie (Pflanzenheilkunde) kennt einige vorbeugende und behandelnde Massnahmen bei Herpes simplex. Wichtig bei phythotherapeutischen Anwendungen: beim geringsten Brennen im Bereich der Lippen sollten diese angewendet werden oder auch prophylaktisch vor stärkeren UV-Expositionen (z.B. im Winter oder auch im Sommer in den Bergen). Phythotherapie hilft nur beim Lippenherpes, nicht aber bei einem Genitalherpes oder schweren Herpes-Infektionen (generalisierter Herpes), bei Mundfäule (Befall der Mundschleimhau) und bei Ekzemen.
Therapeutisch werden bei Lippenherpes Extrakte aus Melissen- und Salbeiblättern eingesetzt, deren Wirkung auch in Studien belegt wurde. Auch hier: Die beste Wirkung wird beim sofortigen Beginn von leichtem Brennen im Lippenbereich erzielt. Laut Studien verkürzt die Anwendung von Melissenextrakten die Abheilungszeit und verlängert die Rückfallintervalle. Unerwünschte Wirkungen wurden hier keine beschrieben. Melissenaufgüsse können wegen der zu niedrigen Konzentration der Wirkstoffe nicht empfohlen werden.
Auch Extrakte basierend auf Salbeiblätter- und Rhabarberwurzel erbrachten in Vergleichsstudien ähnliche Resultate.
Bewährt hätten sich auch Lösungen aus Salbeiextrakten, die für akute Entzündungen der Mundhöhle zugelassen sind. Diese müssen alle vier Stunden aufgetupft werden.
Zubereitungen mit mindestens 15% Presssaft aus purpurfarbenem Sonnenhutkraut - dreimal täglich dünn aufgetragen - können vorbeugend bei hoher UV-Exposition angewendet werden.
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