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Keuchhusten-Impfung: Wirkung schwindet jährlich schnell
 
Bis jetzt war nicht klar, wie lange die Schutzimpfung der Keuchhusten-Impfung (Pertussisimpfung) anhält. Eine Kalifornische Studie an Kindern zeigt nun, dass die Wirkung nach der 5. Impfung jährlich um bis zu 42% sinkt.

Pertussis:
Auffrischungsimpfung
schützt
 
In den USA werden Kinder mit 5 DTaP-Impfdosen gegen Diphtherie, Tetanus (Starrkrampf) und Pertussis (Keuchhusten) bis zum 7. Lebensjahr geimpft.

 

Bis heute war nicht klar, wie lange der Impfschutz tatsächlich anhält. Eine ähnliche Impfstrategie kennt die Schweiz.


Die Studie wurde in Kalifornien in den Jahren 2006 bis 2011 durchgeführt. Forscher verglichen das Pertussis-Erkrankungsrisiko mit dem Zeitintervall der letzten Impfdosis.


Trotz hoher Impfrate kommt es in Kalifornien alle 3 bis 5 Jahre zu Keuchhusten-Epidemien. So auch im Jahr 2010, die laut den Forschern eine der heftigsten Epidemien seit 1958 gewesen sei. Nebst den Säuglingen, die noch keine Impfung erhalten hatten, erkrankten besonders viele Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren - darunter auch solche, welche die 5. kombinierte DTaP-Impfung erhalten hatten.


71% der Kinder, bei denen der Impfschutz bei Blutkontrollen zu Beginn bei 95% - also sehr hoch - lag, hatten nach 5 Jahren noch eine gute Schutzwirkung. Lag die Impfeffektivität zu Beginn bei 90%, reduzierte sich die Schutzwirkung nach 5 Jahren bereits auf 42%.


Im Alter von 11 Jahren ist in Kalifornien die nächste Impfung vorgesehen und wie die Ergebnisse zeigen, führt dies zu einer Impflücke bei den Kindern. Das Center for for Disease Control and Prevention empfiehlt Erwachsenen alle 7 Jahre eine Auffrischungsimpfung. Nun scheint aber dieses Impfschema nicht mehr auszureichen, um insbesondere ältere Kinder zuverlässig vor Keuchhusten zu schützen und künftige Epidemien abzuschwächen, so die Forscher. Sie fordern deshalb Impfungen mit einer längeren Wirkungsdauer.


Anmerkung: Pertussis (Keuchusten) ist eine durch Bakterien verursachte hochansteckende Infektionskrankheit. Sie geht mit heftigen Hustenattacken einher. Dieser Husten kann über mehrere Wochen andauern. Insbesondere bei Säuglingen kann es zu Atemnot und im schlimmsten Fall zu Erstickungsanfällen kommen.

 

Schweizer Impfplan

Der Schweizer Impfplan 2012 des Bundesamtes für Gesundheit empfiehlt die Pertussis-Impfung wie folgt: 5 Impfdosen gegen Pertussis ab Geburt bis zum 8. Lebensjahr. Eine Auffrischimpfung gegen Pertussis bei Jugendlichen ist bis auf Weiteres nicht vorgesehen. Die 5 Impfdosen werden in der Regel mittels kombinierten Diphterie-Tetanuss-Pertussis-Impfung verabreicht.

 

Mit dem Ziel, Erwachsene vor Pertussis zu schützen, um damit das Ansteckungsrisiko von Säuglingen zu verringern, wird eine einmalige Impfung gegen Pertussis (Auffrischimpfung oder Primovakzination) dann im Alter von 25-29 Jahren (bis zum 30. Geburtstag) empfohlen. Die Altersempfehlung rührt daher, dass viele Frauen zu diesem Zeitpunkt erstmals gebären.

 

Die Impfung kann helfen, ihre Kinder vor einer Ansteckung mit Keuchhusten zu schützen. Denn: Auch Erwachsene können noch an Keuchhusten erkranken, was zu über mehrere Wochen andauernden Husten führt und den Alltag (vor allem auch die Nächte) erheblich gestört sein kann. Ausserdem stellt dies für Kinder und Säuglinge ein hohes Infektions- und damit Erkrankungsrisiko dar.

 

Mehr zum Thema


NEJM, Bundesamt für Gesundheit BAG

25.10.2012 - dzu


 

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