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Schlafapnoe bei Frauen häufig nicht erkannt
 
Nächtliches Schnarchen mit Atemstillständen (Schlaf-Apnoe-Syndrom) wird bei Frauen häufig nicht erkannt. Zu dieser Erkenntnis kommt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Schlafstörung
 

Schnarchen ist meist harmlos und stört höchstenfalls die Umgebung.

 

Bei gewissen Schnarchern kommt es jedoch zu kurzzeitigen Atempausen, die als Schlafapnoen bezeichnet werden und den erholsamen Effekt des Schlafs stark beeinträchtigen.


Durch die Verengung (Obstruktion) der Atemwege kommt es zum vorübergehenden Atemstillstand. Dadurch leidet der Betroffene unter Sauerstoffmangel und wacht – meist unter Wiedergabe ''grunzender'' Laute durch plötzliches Einatmen - auf. Die Folgen: Häufiges Erwachen, Durchschlafschwierigkeiten und entsprechende Tagesmüdigkeit.

 

Männer schnarchen, Frauen leiden unter Schlafstörungen

Bis heute sind die Mediziner davon ausgegangen, dass Männer etwa doppelt so häufig vom Schlafapnoe-Syndrom betroffen sind wie Frauen. Heute weiss man aber, dass insbesondere Frauen nach der Menopause und übergewichtige Frauen etwa gleich häufig an einem Schlaf-Apnoe-Syndrom leiden wie Männer, so der Leiter der DGP.


Warum werden nächtliche Atemstillstände bei Frauen häufig nicht erkannt? Dazu die Experten: „Bei Männern äussert sich das Schlafapnoe-Syndrom meistens durch lautes Schnarchen. Bei Frauen hingegen ist dies selten der Fall. Sie leiden häufiger unter Durch- und Einschlafstörungen; oft gehören auch Depressionen ins Beschwerdebild.“ Diese Beschwerden deuten nicht sofort auf ein Schlafapnoe-Syndrom hin und können leicht zu einer „Falschbehandlung“ mit Schlaftabletten oder Antidepressiva führen.

 

Schlafapnoen verkürzen die Lebensdauer

E ist sehr wichtig, dass bei Frauen nächtliche Atemstillstände richtig diagnostiziert werden. Denn auch bei ihnen resultieren Atemunterbrechungen häufig in Tagesschläfrigkeit und Konzentrationsschwäche. Dies erhöht die Unfallgefahr und auf Dauer werden die Gefässe geschädigt. Die Folgen: Erhöhter Bluthochdruck und damit erhöhtes Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko. Ein unbehandeltes Schlafapnoe-Syndrom kann die Lebenserwartung um bis zu zehn Jahre verringern, warnt die DGP.


Durchschlafstörungen, Tagesmüdigkeit oder nächtliche Atemstillstände sollten deshalb baldmöglichst ärztlich abgeklärt und behandelt werden.

 

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pte

15.04.2008 - dzu


 

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