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Tipps gegen Herbstdepressionen
 
Die Herbst-/Winterdepression (auch saisonalabhängige Depression SAD) beginnt meist im Herbst, wenn die Tage kürzer und das Sonnenlicht spärlicher werden. Tipps wie Sie vorbeugen oder die Symptome mindern können, finden Sie hier.

Sportlich gegen
den Winterblues
 
Etwa 10% der Schweizer Bevölkerung leidet unter leichten bis mittelschweren Symptome der saisonalabhängigen Depression (SAD) - auch Winterblues genannt. Spätestens im Frühling, wenn die Tage wieder länger werden, verschwinden die Symptome wieder.

 

Typische Symptome einer SDA sind: Müdigkeit und erhöhtes Schlafbedürfnis, Niedergeschlagenheit, Energie- und Interesselosigkeit, Konzentrations- und Libidoschwäche,  Appetit- und eine damit verbundende Gewichtszunahme, verstärktes Verlangen nach Süssigkeiten und Kohlehydrate.

 

Folgende Tipps können helfen dem Winterblues vorzubeugen oder die Beschwerden zu lindern.

 

Bewegung im Freien

Auch wenn man sich am liebsten nur noch auf dem Sofa Einkuscheln möchte: Bewegen Sie sich mindestens eine halbe Stunde täglich -und zwar draussen - bei jedem Wetter. Denn: Auch wenn die Sonne nicht scheint hilft dies gegen den Trübsinn. Empfohlen werden Ausdauersportarten wie Radfahren, Joggen, Langlaufen oder lange Spaziergänge im Tageslicht.

 

Ernährung

Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung - nicht zu viel und nicht zu wenig. Viel frisches Obst und Gemüse spendet genügend Vitamine und Mineralstoffe. Die Chinesen empfehlen scharf gewürzte Speisen. Die Schärfe reizt die Nervenendungen, die normalerweise Wärmereize weiterleiten. Das Hirn verarbeitet dieses Signal als Schmerreiz und schüttet als Gegenreaktion sogenannte Glückshormone (Endorphine) aus. Ab und zu darf es auch mal ein Stück Schokolade sein - denn auch diese enthält Stoffe, die im Körper zu Serotonin umgebaut werden. Damit steigt die Stimmung. Überhaupt: Was uns mundet hat auch einen positiven Einfluss auf die Laune.

 

Mit Licht und Farben den Blues vertreiben

Farben haben einen Einfluss auf unsere Stimmung, sagen Farbtherapeuten. Es wird geraten gerade im Winter auch bei der Garderobe darauf zu achten und sich nicht bloss in Grau und Schwarz zu kleiden. Denn: Wer wird nicht gleich fröhlicher, wenn er bunte Farben sieht oder trägt. Auch die Wohnung kann mit Tüchern oder Kissen "neu eingefärbt" werden.

 

Lichttherapie

Studien habe belegt, dass Lichttherapie bei der saisonal abhängigen Depression oft hilft. Allerdings braucht es dazu eine Lichtintensität von mindestens 2500 bis 10'000 Lux. Studien haben gezeigt, 3'000 Lux pro Tag während 7-42 Tagen bei insgesamt 360 Patienten ergaben konstant positive Ergebnisse. Das heisst, die Beschwerden wurden gemildert. Und: Je früher am Morgen die Bestrahlung erfolgt, desto besser war der Erfolg.

 

Bewegung drinnen

Wer Musik mag, kann sich damit in Schwung bringen und warum nicht einfach mal zu einem guten Song lostanzen - das bringt Körper und Seele in Schwung. Oder warum nicht gleich selber ein Lied singen? Denn: Singen stärkt das Immunsystem, sagen Musikmediziner, Sänger würden im Winter seltener an Erkältungen leiden. Auch dies wird auf die vermehrte Ausschüttung von Glückshormonen zurückgeführt. Die Experten vergleichen sogar Singen mit Sport und seinen positiven Effekten auf die Gesundheit.

 

Wichtig: Wir reden hier von leichten depressiven Verstimmungen, die klar saisonalbedingt sind. Halten die Beschwerden der saisonalen Depression an oder verstärken sie sich, muss der Arzt hinzugezogen werden. Nur er kann entscheiden, ob die Beschwerden zusätzlich medikamentös behandelt werden müssen. 


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10.09.2012 - dzu


 
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