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Seit 100 Jahren unterstützt die Krebsliga Menschen mit Krebs und ihre Angehörigen, engagiert sich für Früherkennung und Prävention und fördert die Krebsforschung. Im Zeichen der schweizweiten Solidarität mit Betroffenen stehen auch ihre vielfältigen Aktivitäten im Jubiläumsjahr.
In der Schweiz erkranken Jahr für Jahr mehr als 35'000 Menschen an Krebs, über 15 000 sterben daran. Jede dritte Person entwickelt damit im Lauf ihres Lebens eine Tumor-erkrankung, und jede vierte stirbt daran. Die Zahl der Neuerkrankungen wird in Zukunft aufgrund der demografischen Entwicklung weiter ansteigen. «Die Krankheit Krebs stellt unsere Gesellschaft künftig vor immense Herausforderungen – sowohl in medizinischer, politischer und ökonomischer wie auch in sozialer und menschlicher Hinsicht», bilanziert Professor Thomas Cerny, Präsident der Krebsliga Schweiz.
Bestmögliche Behandlungsqualität für alle
Erste Priorität ist gemäss Thomas Cerny, die bestmögliche medizinische Versorgung für sämtliche Patientinnen und Patienten landesweit sicherzustellen. Denn: Aktuelle Studien zeigen, dass in der Schweiz zum Teil beträchtliche regionale Unterschiede bestehen, was die Qualität von Früherkennungsmassnahmen und Therapien anbelangt – z.B. bei Brustkrebs. Eine Situation, welche die Krebsliga zum Handeln veranlasst. «Wir werden dieses Jahr ein Qualitätslabel für Brustzentren lancieren, die standardisierte und qualitätsgeprüfte Leistungen anbieten. Damit fördern wir den Qualitätswettbewerb unter den Zentren und Spitälern und bieten Brustkrebspatientinnen eine nützliche Orientierungshilfe», erklärt Cerny.
Herausforderung Leben mit Krebs
Dank enormen Fortschritten in der Erforschung, Früherkennung und Behandlung von Krebs leben heute statistisch gesehen über die Hälfte der an Krebs erkrankten Menschen mehr als fünf Jahre nach der Diagnose. Mit anderen Worten: Krebspatienten werden zunehmend zu Langzeitpatienten. In dieser erfreulichen, aber gesundheitspolitisch auch fordernden Entwicklung ortet Thomas Cerny die zweite vordringliche Priorität: «Verbesserungen im Bereich der onkologischen Rehabilitation und die berufliche Wiedereingliederung von chronisch kranken Menschen sind Themen, denen wir uns mit Nachdruck annehmen müssen.» Auch hier hat die Krebsliga bereits in mehreren Kantonen zielführende Pilotprojekte initiiert.
Ein Jubiläumsjahr gelebter Solidarität
Seit 100 Jahren setzt sich die Krebsliga für Menschen mit Krebs und ihre Angehörigen ein. Sie bietet ihnen individuelle Unterstützung und Beratung, informiert die Bevölkerung über Früherkennung und Prävention und fördert die patientennahe, industrieunabhängige Krebsforschung. Als unabhängige Akteurin macht sich die Krebsliga auch auf politischer Ebene für Menschen mit einer Krebserfahrung stark. Engagement und Solidarität stehen denn auch im Zentrum des 100-Jahr-Jubiläums der Non-Profit-Organisation: «2010 soll ein Jahr im Zeichen einer gelebten Solidarität sein. Solidarität mit den Menschen, die in der Schweiz an dieser schweren Krankheit leiden, sterben oder mit ihr leben», fasst Marcelle Heller, Geschäftsleiterin der Krebsliga Schweiz, zusammen.
''Unterwegs gegen Krebs'': nationales Zeichen am 29. Mai
Das Highlight des vielfältigen Jubiläumsprogramms ist die nationale Solidaritätsaktion «Unterwegs gegen Krebs» am 29. Mai 2010. Ziel ist, in der ganzen Schweiz mindestens 35 000 Menschen – so viele, wie jedes Jahr bei uns neu an Krebs erkranken – für die Anliegen von Krebsbetroffenen und ihren Angehörigen zu mobilisieren. Möglichst viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Regionen des Landes werden Richtung Bern wandern und damit ein landesweites, bewegtes und bewegendes Zeichen der Unterstützung setzen. Die Aktion unter dem Patronat von Bundespräsidentin Doris Leuthard mündet in einen grossen Solidaritätsevent auf dem Berner Bundesplatz.
''Unser 100-Jahr-Jubiläum ist für uns kein Grund nur zurückzublicken und zu feiern. Im Gegenteil: Die Krebsliga handelt. Sie hat es gestern getan, sie tut es heute.'', betont Thomas Cerny. ''In der gesundheitspolitischen Landschaft Schweiz braucht es unabhängige, patientennahe Akteurinnen wie die Krebsliga mehr denn je.''
Weitere Informationen: www.krebsliga.ch/100jahre
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