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In mindestens 22 Zürcher Gemeinden wurde Ambrosia bis jetzt gefunden, wie aus einem Bericht der Eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope RAC in Changins VD hervorgeht.
Christian Bohren von der Agroscope vermutet jedoch, dass es inzwischen in jeder Gemeinde im Kanton Zürich Ambrosia gibt, wie er gegenüber der "Zürichsee-Zeitung" vom Dienstag erklärte.
Weiter verbreitet als angenommen
Nach einem Aufruf der Agroscope an die Hauseigentümer wurden seit Mitte Mai 70 Pflanzen eingeschickt. 29 Pflanzen wurden als Ambrosia identifiziert, 22 davon sind aus dem Kanton Zürich.
Das Unkraut ist wahrscheinlich in der ganzen Deutschschweiz weiter verbreitet als bisher angenommen. Ambrosiasamen sind in Vogelfutter enthalten und werden so aufs ganze Land verteilt.
Ambrosia ist eine Pflanze, die beim Menschen schwere Allergien, Heuschnupfen und Nesselfieber verursachen kann. Gemäss Studien aus den USA können etwa zehn Prozent der Bevölkerung davon betroffen sein - darunter auch Personen, die sonst keine Allergien kennen.
Guter Moment, um Ambrosia auszureissen
Die aggressiven Pollen produziert die Pflanze in der Zeit von Mitte August bis Ende Oktober. Da Ambrosia jetzt gut erkennbar ist, ist es die beste Gelegenheit, um sie wirkungsvoll zu bekämpfen.
Zu Beginn der Blüte, vor der Pollenbildung, kann die Pflanze mit Handschuhen gefahrlos ausgerissen werden, wodurch die Samenbildung verhindert wird. Nach Beginn der Pollenproduktion wird eine einfacher Atemschutz, zum Beispiel eine Feinstaubmaske, empfohlen.
Gemäss Agroscope werden die Schweizer Behörden in nächster Zeit die Ambrosia zur bekämpfungspflichtigen Pflanze erklären. Damit können hohe Kosten für die Heilung von Allergien eingespart werden.
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