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Breite Allianz engagiert sich für rauchfreie Arbeitsplätze in allen Kantonen
 
Mit der Annahme der eidgenössischen Volksinitiative ''Schutz vor Passivrauchen'' am 23. September 2012 werden endlich alle Arbeitnehmer der Schweiz vor dem gesundheitsschädigenden Passivrauchen geschützt. Eine breite Allianz von mehr als 50 Gesundheits-, Konsumenten-, Jugend- und Arbeitnehmerorganisationen sowie Parteien von links bis rechts setzen sich für die Initiative ein.
''Es kann doch nicht sein, dass im Jahr 2012 Arbeitnehmende in der Gastronomie noch im Tabakrauch arbeiten müssen'', sagte Nationalrätin Yvonne Gilli (GPS/SG) an einer Medienkonferenz des Ja-Komitees in Bern. Neben Gilli sprachen sich in Bern auch die Waadtländer FPD-Grossrätin Christa Calpini, der Krebsspezialist Prof. Thomas Cerny, der CVP-Nationalrat Fabio Regazzi (TI), der Alt-Nationalrat Jean-Charles Rielle (SP/GE) und die Direktorin der Lungenliga Schweiz, Sonja Bietenhard, klar für ein Ja aus.

 

Die eidgenössische Volksinitiative ''Schutz vor Passivrauchen'' verlangt, dass alle Innenräume rauchfrei werden, die öffentlich zugänglich sind (Restaurants, Bars, Schulen, Spitäler etc.) oder als Arbeitsplatz dienen. Raucherräume, so genannte Fumoirs, können eingerichtet werden solange niemand darin arbeitet. In der ganzen Schweiz soll die Regelung gelten, wie sie heute bereits in acht Schweizer Kantonen und zahlreichen europäischen Ländern erfolgreich umgesetzt wird. Weiterhin erlaubt ist das Rauchen draussen, in unbedienten Fumoirs und in Privaträumen.

 

Rauchen am Einzelarbeitsplatz weiterhin möglich

Entgegen der Aussagen der Gegner bleibt das Rauchen auch mit der Initiative überall dort erlaubt, wo keine Drittpersonen geschädigt werden. Somit kann an einem Einzelarbeitsplatz geraucht werden, wenn Dritte nicht dem Tabakrauch ausgesetzt sind. Dieser explizite Wille des Initiativkomitees wird durch ein Rechtsgutachten der Universität Bern gestützt. Auch die Aussage der Gegner, wonach die Initianten ein totales Rauchverbot fordern, entbehrt jeglicher Grundlage. ''Diese beiden Fehlinformationen sind für eine sachliche Meinungsbildung der Stimmenden schädlich und deshalb aus unserer Sicht verwerflich'', sagte Sonja Bietenhard, Direktorin der Lungenliga Schweiz, an der Medienorientierung.

 

Bundesgesetz schützt das Personal ungenügend

Mit dem am 1. Mai 2010 in Kraft getretenen Bundesgesetz wurde das zentrale Ziel - der Schutz der Arbeitnehmenden vor dem gefährlichen Passivrauchen - nicht erreicht. So können Lokale unter 80m2 als Raucherlokale geführt werden und bediente Fumoirs sind erlaubt. Heute gilt in acht Kantonen die Regelung, wie sie die Initiative fordert. Sie funktioniert problemlos: Sie wird vom Gastropersonal und von der Bevölkerung geschätzt. Keine wissenschaftliche Studie hat bis heute belegt, dass sich die Regelung negativ auf die Umsätze in der Gastronomie auswirkt. Bisher getätigte Investitionen sind für Gastronomiebetriebe nicht verloren. Fumoirs müssten nicht zurückgebaut werden, sie können ohne Bedienung weiterhin genutzt werden.

 

Passivrauchregelungen retten Leben

Der Schutz vor dem Passivrauchen wirkt sich positiv auf die Gesundheit aller aus, wie Prof. Dr. med. Thomas Cerny ausführte: ''In den Kantonen Tessin und Graubünden sind die Herzinfarkte um rund 20 Prozent zurückgegangen, seit die Restaurants rauchfrei sind.'' Auch eine Studie des Universitätsspitals Genf belegt, dass die Zahl der Spitaleinweisungen wegen Atemwegserkrankungen seit der Einführung der kantonalen Passivrauchregelung um 19 Prozent gesunken ist.

 

Liberale Lösung

Die Schädlichkeit des Passivrauchens ist wissenschaftlich unbestritten. Drittpersonen zu schädigen, hat nichts mit persönlicher Freiheit zu tun, es ist schlicht unverantwortlich und fahrlässig. Alle Arbeitnehmenden in der ganzen Schweiz haben das Recht auf den gleichen Schutz vor Passivrauchen, unabhängig davon, ob sie in Genf oder in Luzern arbeiten. Die Volksinitiative ''Schutz vor Passivrauchen'' ist notwendig, um das Gastropersonal endlich in der ganzen Schweiz umfassend vor den gefährlichen Schadstoffen zu schützen. Die Volksinitiative schafft eine einheitliche Lösung im ganzen Land, die auch den Wirten nützt, indem sie gleiche Wettbewerbsbedingungen und Rechtssicherheit schafft. Volk und Stände werden am 23. September 2012 über die Vorlage abstimmen.

 

Weitere Informationen unter: www.rauchfrei-ja.ch



Lungenliga Schweiz

13.08.2012 - dzu


 

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