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Burnout bei Allgemeinpraktikern und Kinderärzten stark ansteigend
 
In den letzten Jahre sind die ökonomischen und administrativen Aufgaben sowie der Stress der Schweizer Ärzte angestiegen, wie eine Umfrage des Genfer Universitätsspitals zeigt. Damit ist auch die Bournout-Gefahr bei den Ärzten markant gestiegen.

Die Forscher werteten Daten aus, welche per E Mail bei den Ärzten im 2002, 2004 sowie 2007 abgefragt wurden.

 

Nebst anderen Faktoren interessierte die Forscher vor allem der psychische sowie der körperliche Zustand der Ärzte. An der Studie nahmen 2106 Ärzte und 610 Ärztinnen teil. Die meisten gaben an, in einer festen Beziehung zu leben und Kinder zu haben, wie Swiss Medical Weekly in der neuen Ausgabe schreibt.

 

Hauptergebnisse

Hauptrisiken für ein Burnout bei Schweizer Ärzten sind: Männliches Geschlecht, Fachrichtung Grundversorger oder Pädiater, praktizieren in der Romandie und Arbeitszeit über 50 Stunden pro Woche.

 

Detaillierte Resultate: Zwischen 2002 und 2007 stieg der Anteil der Grundversorger – bei denen im allgemeinen ein Burnoutsyndrom häufiger und stärker anzutreffen war als bei ihren Kollegen -  mit einem „mässigen“ Burnout-Syndrom von 33 auf 42% und bei den Pädiatern (Kinderärzten) von 19 auf 34%. Schwere Formen des Erschöpfungssyndroms stiegen von 4 auf 6%, respektive von 2 auf 4% an.

 

Bei den Westschweizer Ärzten stieg der Anteil der Ärzte mit einem „mässigen“ Bournoutsyndrom stärker als bei den Tessiner- und Deutschschweizer Ärzten.

 

Fazit der Forscher

Der zunehmende Stress, wirtschaftlicher Druck sowie die Mehrbelastung durch Verwaltungsarbeit scheinen den Prozess der psychischen sowie physischen Erschöpfung zu beschleunigen.

 

Auch der Einkommensunterschied scheint eine Rolle zu spielen. So erklären sich die Forscher den Umstand, dass die Ärzte in der Romandie stärker unter Burnout leiden. Im Gegensatz zu ihren welschen Kollegen ist es den allgemeinpraktizierenden Ärzten in den meisten Deutschschweizer Kantonen erlaubt, Medikamente zu verkaufen und damit ihr Einkommen zu verbessern.

 

Die Ergebnisse ähneln denen, welche in anderen Ländern erhoben wurden, so die Forscher.

 

Burnout ist ein körperlicher, geistiger sowie seelischer Erschöpfungszustand der kurzfristig aber auch über mehrere Monate andauern kann. Meist kommen die Beschwerden als Folge einer langfristig vorausgehenden Überarbeitungs- oder Stresssituationen zustande.


Swiss med weekly

19.08.2010 - dzu


 

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