| Hingegen lehnen die Delegierten eine Einschränkung der freien Arztwahl, einen Leistungsabbau in der Grundversicherung und einen Verzicht auf das Versicherungsobligatorium entschieden ab.
Die Schweizer Stimmberechtigten wollen weiterhin selbst entscheiden, welchen Arzt sie im Krankheitsfall aufsuchen möchten, dies hat die Abstimmung von vergangenem Sonntag zur Managed-Care-Vorlage überdeutlich zum Ausdruck gebracht. Bereits im Vorfeld des Abstimmungsergebnisses waren gewisse politische Parteien vorschnell zur Stelle mit teilweise wenig überzeugenden Lösungsvorschlägen. Im Rahmen ihrer gestrigen Versammlung haben die Delegierten als Vertreter der verschiedenen Ärztegruppen unter dem Dach der FMH einige der aufgeworfenen Lösungsvorschläge diskutiert.
Für die FMH-Delegierten ist das klare Veto des Stimmvolks zur Managed-Care-Vorlage vor allem ein eindeutiges Zeichen gegen die Aufhebung des Vertragszwangs, gegen die Reduktion der Pflichtleistungen sowie gegen die Abschaffung der Solidarität bzw. des Versicherungsobligatoriums. Die Delegierten der FMH sprachen sich deshalb einstimmig für die Grundversicherung für alle aus, für den Erhalt des Vertragszwangs sowie für die Beibehaltung der aktuell anerkannten Leistungen aus, weil sie zentrale Grundpfeiler eines qualitativ hochstehenden, gerechten und für alle zugänglichen Gesundheitswesens sind.
Reformbedarf im Schweizer Gesundheitswesen orten aber auch die FMH-Delegierten: So fordern sie die längst fällige Verbesserung des Risikoausgleichs sowie die Unabhängigkeit der Leistungserbringer gegenüber den Krankenkassen. Ebenso begrüssen sie das Vorhaben von Bundesrat Berset, die Hausarztmedizin mit einem Masterplan zu stärken.
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