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Der Grosse Rat hat am Montag die Regierung beauftragt, im Kanton Graubünden die Lücken in der Versorgung schwerst Kranker zu orten. Erkenntnisse einer 80-köpfigen Experengruppe sollen dabei helfen.
Palliative Care muss gefördert werden Die Gesellschaft in der Schweiz verändert sich. Die Menschen werden älter, ihre Krankheitsverläufe werden länger und komplexer, ihr Anspruch an Pflege steigt beachtlich. Demgegenüber steht ein grosse Knappheit an Pflegepersonal, der in der Schweiz zu erwarten ist. Zugleich verändern sich die Werte des Einzelnen. Heute informieren sich Patientinnen und Patienten aktiv über Gesundheitsanliegen und wollen mitentscheiden. Diese Autonomie wünschen sich auch Schwerkranke und Sterbende für die letzte Lebensphase.
Palliative Care befähigt Menschen, die letzte Lebensphase besser zu gestalten. Gemeinsam mit Fachpersonen und Freiwilligen werden zum Beispiel Schmerzen gelindert, der letzte Lebensort ausgewählt und die Angehörigen einbezogen und entlastet. Die heutige Gesundheitsversorgung in der Schweiz ist noch nicht auf diese Situation und Bedürfnisse ausgerichtet.
Ende 2009 ist von Bund und Kantonen eine „Nationale Strategie Palliative Care“ lanciert worden. Beide haben ihre Unterstützung für drei Jahre zugesichert. Die Strategie konzentriert sich unter anderen auf folgende Massnahmen, um die Palliative Care zu stärken: Ausbau des Versorgungsnetzes, der Forschung in diesem Bereich und Aus- und Weiterbildung für Berufsgruppen der Palliative Care. Seit Januar 2010 bis 2012 werden die aufgeführten Massnahmen umgesetzt.
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