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Bei einem Herzstillstand zählt jede Minute. Dennoch haben viele noch Angst, die auf öffentlichen Plätzen angebrachten externen Defibrillatoren zu brauchen. Aus Angst etwas Falsches zu machen, lassen sie es sein.
Doch: Bei einem Herzstillstand zählt alles und sofort, für den Patienten kann eine Minute bereits lebensrettend sein. Die Herzstiftung pocht deshalb auf eine Ausbildung: „ Die Menschen sollen Defibrillatoren ohne Hemmung und ohne Angst anwenden können“. Weniger als 1% der Bevölkerung kenne sich darin und in der Herz-Lungenmassage aus. Das sei viel zu wenig.
In der Zürcher Innenstadt gibt es seit Mai 2008 13 AED in Telefonkabinen. Bis jetzt wurden die Geräte zweimal von Passanten zwar entnommen, mussten aber danach doch nicht eingesetzt werden. 180 Personen aus verschiedenen Geschäften liessen sich bis heute schulen. In den Bahnhöfen von Zürich, Bern, Basel und Genf stehen insgesamt zehn AED-Defibrillatoren bereit. Drei Mal kamen sie bisher in einem Ernstfall zum Einsatz. Benutzt wurden sie vor allem von Securitas-Angestellten.
Ziel einer Ausbildung wäre, die breite Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren. Das könne nur mit Hilfe von regelmässigen Besuchen von Erste-Hilfe-Kursen passieren.
Per Elektroschock können Defibrillatoren das Kammerflimmern, welches in vier von fünf Fällen bei einem Herzstillstand auftritt zwar stoppen und den Herzrhythmus wieder normalisieren. In den meisten Fällen sei aber nebst dem eine Herz-Lungenwiederbelebung durch Massage mit Händen notwendig, so die Herzstiftung.
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