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Ein erstaunlicher Befund: Frauen haben weniger häufig einen Herzinfarkt als Männer - aber sie sterben eher daran als diese. Trotzdem gelten Herz-Kreislauf-Krankheiten noch immer als Männerkrankheiten.
Höchste Zeit für eine geschlechterbewusste "Image-Änderung", sagt die Schweizerische Herzstiftung: Jede Frau und jeder Mann sollte wissen, dass ein Herzinfarkt, ein Hirnschlag oder auch eine Herzinsuffizienz mindestens so stark ein Frauen- wie ein Männerthema ist.
Wird dieses Wissen bei der Vorbeugung und im Notfall umgesetzt, können Frauen zusätzliche Lebensjahre und bessere Lebensqualität im Alter gewinnen.
Herzstiftung aktiv für Frauen
Die Schweizerische Herzstiftung ruft deshalb alle Frauen auf, von Jung an auch an ihr eigenes Herz zu denken (und nicht nur an das ihrer Partner und Freunde). Dies mit einem Schutzprogramm von neun Punkten. Was das Programm bedeutet, und was an den typisch weiblichen Herzstationen "Pille Ja - Rauchen Nein", "Gesund schwanger" und "Wechseljahre" zu beachten ist, zeigt die Broschüre "Frau&Herz. Ein Herz fürs Leben".
Sie wurde eigens für die im Herbst startende Kampagne "Frau&Herz" herausgegeben. Sechs engagierte Herzbotschafterinnen vertreten darin unterschiedliche Lebenssituationen und signalisieren damit, dass das Thema alle Frauen ohne Ausnahme betrifft: die Weltmeisterin in Eiskunstlauf Denise Biellmann, TV-Moderatorin Sabine Dahinden, Ständerätin Anita Fetz, die Westschweizer TV-Journalistin Manuella Maury, die Sängerin und Jodlerin Melanie Oesch sowie die Geschäftsfrau und Politikerin Patrizia Pesenti.
Weiter bietet die Schweizerische Herzstiftung die neue Website www frauundherz.ch an. Hier können Frauen ihre Herzgesundheit testen und lesen, warum sich eine Liebeserklärung auch an ihr eigenes Herz lohnt.
Frauen später im Spital als Männer
In der Broschüre und auf frauundherz.ch erfahren Frauen auch, dass sich ein Herzinfarkt bei Frauen oft anders äussert als mit dem typischen Brustschmerz, weniger klar erscheint (siehe Kastentext) und deshalb etwa als Magenleiden, Übermüdung oder Depression ausgelegt werden kann. Dies zu erkennen ist wichtig, hat doch eine amerikanische Studie* soeben wieder gezeigt, dass Frauen mit einem Herzinfarkt weniger gezielt behandelt werden als Männer. Auch in der Schweiz dauert es bei Frauen länger als bei Männern, bis sie ins Spital kommen, wie Erhebungen des nationalen Herzinfarktregisters Amis Plus bestätigen.
Kampagne "Frau&Herz"
Die Kampagne der Schweizerischen Herzstiftung startet im Herbst und bietet Frauen die Möglichkeit, in zertifizierten HerzCheck®-Apotheken ihr Herz-Kreislauf-Risiko bestimmen zu lassen. Weitere Informationen zum Thema, zur Kampagne und zu den Herzbotschafterinnen auf www.frauundherz.ch (inkl. Online-Test). |