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Obwohl Krebs die zweithäufigste Todesursache ist und durch Krebs am meisten Lebensjahre verloren gehen, besteht noch immer keine schweizweit flächendeckende Erfassung der Krebsfälle.
Die Herausforderungen einer evidenzbasierten Krebspolitik verlangen ein nationales Krebsregister, um Prioritäten und Handlungsbedarf in der Gesundheitspolitik, in der Prävention zu evaluieren, Ungleichheiten und unerwünschte Wirkungen in der Behandlung aufzudecken, Auswirkungen von Umwelt- und Berufsrisiken zu verfolgen und soziale Ungleichheiten zu erfassen, so die Initiantin.
Auch die Vermutung, dass Krebserkrankungen durch die Verbreitung neuartiger Chemikalien und radioaktiver Isotope aus Atomkraftwerken zugenommen haben, könnten so entweder bestätigt oder entkräftet werden. Eine neue deutsche Studie weist nach, dass Kinder umso häufiger an Leukämie (Blutkrebs) erkranken, je näher sie bei einem Atomkraftwerk wohnen, so Heim. Gerade in den Standortkantonen von Atomanlagen fehlten jedoch Angaben über die Häufigkeit von Krebsfällen.
Die Motion von Geri Müller (Grüne) wurde abgelehnt. Er forderte die Verpflichtung des Bundesrates, ein nationales Krebsregister zu erstellen. Gemäss der Initiative von Heim sollen hingegen die Kantone die Daten erfassen und in das nationale Register einfliessen lassen. |