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Krankenkassenwechsel: Achtung vor dem Jo-Jo-Effekt!
 
In den nächsten Tagen werden den Versicherungsnehmern die Abrechnungen der Krankenkassenprämien 2013 ins Haus flattern. Selbst wenn es den Anschein hat, dass die von den Versicherern angekündigten Erhöhungen moderat ausfallen, kann man bei einem Krankenkassenwechsel beträchtliche Ersparnisse erzielen. Wenn man einen neuen Versicherer wählt, stellt die Prämie ein wichtiges, aber wie Sie sehen werden nicht das einzige Kriterium dar.

Wenn der gewählte Versicherer eine tiefe Prämie anbietet, sollte vermieden werden, dass diese im Folgejahr oder sogar noch während des laufenden Jahres stark erhöht wird - ein Phänomen, das man gemeinhin als Jo-Jo-Effekt bezeichnet. Eine zu tiefe Prämie oder eine zu schnell wachsende Anzahl von Versicherungsnehmern können der Auslöser dafür sein, dass der Reservesatz der betroffenen Krankenversicherung unter das gesetzlich vorgeschriebene Mindestniveau sinkt.

 

Und dann ist im Folgejahr eine starke Prämienerhöhung notwendig. Manchmal trifft das sogar Mitte des Jahres ein. Dann muss sich der Versicherungsnehmer notfallmässig wieder auf die Suche nach einem neuen Versicherer machen, wenn er nicht für das restliche Jahr exorbitante Prämien zahlen will, wie es in 2012 den Versicherungsnehmern der EGK Krankenkasse passiert ist.

 

Um einen Versicherer zu finden, bei dem die Chancen gut stehen, dass die Prämien in Zukunft stabil bleiben und man den Jo-Jo-Effekt vermeidet, ist es also ratsam, das Niveau dieses Reservesatzes sowie die Prämienentwicklung der letzten Jahre zu prüfen.

 

Seit Anfang 2012 hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein neues, sehr ausgefeiltes System für die Festlegung des Reservesatzniveaus der Krankenkassen eingerichtet, das von einem Laien nur schwer durchschaubar ist. Aber der Prozentsatz, der die Reserven im Bezug zu den Prämien angibt, wie er vom BAG vor 2011 zur Festlegung des Reservesatzes benutzt wurde, bleibt nach wie vor ein guter Indikator.

 

Das Vergleichsportal bonus.ch veröffentlicht seit mehreren Jahren Informationen über den Reservesatz und die Preisstabilität. Diese Informationen wurden jetzt auf den letzten Stand gebracht, indem die Prämien 2013 und die Bilanzen 2011 der Versicherer analysiert wurden. Unter den grossen, gesamtschweizerisch tätigen Kassen präsentieren derzeit Concordia, Assura, Easy Sana und Visana den vorteilhaftesten Reservesatz. Assura, Agrisano und Mutuel Assurances haben seit 2009 die stabilsten Prämien.

 

In seinem Prämienvergleich der Krankenkassen bietet bonus.ch zwei benutzerfreundliche Indikatoren an. Die Vergleichswebseite stellt ihren Nutzern auch alle Details auf gesamtschweizerischem oder kantonalem Niveau zur Verfügung, sowie eine Kundenzufriedenheitsnote für jede Krankenkasse. 


bonus.ch

31.10.2012 - dzu


 

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