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Sie sind hier: News » Gesundheitswesen 11. Februar 2012
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Mangelnder Ärztenachwuchs in der Schweiz – Experten sorgen sich
 
Für die Studiengänge Human-, Veterinär- und Zahnmedizin wird ab Sommer 2010 ein Eignungstest verlangt. Der Spitalverband H+ sowie verschiedene Ärztegremien befürchten einen daraus resultierenden verstärkten Jungärztemangel.

An den Universitäten Bern, Zürich, Basel und Freiburg haben sich für die gebotenen 653 Studienplätze für Humanmedizin 2651 Personen angemeldet. Ein ähnlicher Anmeldeüberschuss verzeichnet auch die Veterinär- sowie die Zahnmedizin.

 

Dabei wurden die Studienplätze vorgängig sogar noch erhöht. Auch die Universität Genf wird den Eignungstest einführen, da auch dort die Aufnahmekapazität überschritten wurde. Die Universitäten Lausanne und Neuenburg werden die Tests nicht einführen, obwohl auch dort mehr Anmeldungen als verfügbare Studienplätze eingingen.

 

Die Schweizerische Universitätskonferenz (SUK) begründet den Numerus clausus mit der Qualität, die es bei der medizinischen Ausbildung zu wahren gelte.

 

Fehlender Ärztenachwuchs in der Schweiz

Eine Umfrage der ETH Zürich  im Februar 2010  zeigte, dass jeder zweite Assistenzarzt sein Ärztediplom im Ausland gemacht hat.

 

Die Schweiz braucht aber rund doppelt so viele Ärzte wie derzeit ausgebildet werden, moniert der Spitalverband H+. Auch die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete schlug Alarm: In den Bergebieten drohe eine medizinische Unterversorgung, weil in der Schweiz zu wenig Ärzte ausgebildet würden.  Die Psychiatrie Chefärzte sorgen sich ebenfalls: Der Altersdurchschnitt der in der Schweiz praktizierenden Psychiater liege bei 55 Jahren. Der Nachwuchs fehle.

 

Die Schweizerische Universitätskonferenz (SUK) meint dazu: Ein Ausbau des Angebotes für mehr Studienplätze sei Sache der Kantone, was für die Kantone nicht zuletzt auch eine Kostenfrage ist. Die SUK habe aber bisher dahingehend keine Empfehlungen gemacht, das Thema werde aber diskutiert.


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11.03.2010 - dzu


 

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