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Für Ärztinnen und Ärzte gehört Qualitätsentwicklung zum Berufsalltag, denn sie wollen ihre Patienten optimal versorgen. Auch gesetzlich sind sie zur Qualitätsarbeit verpflichtet.
Um das Qualitätsengagement der Ärzteschaft aufzuzeigen, hat die FMH gemeinsam mit zehn Fachgesellschaften 2012 das Projekt «Q-Monitoring ambulante Medizin CH» durchgeführt, im Anschluss an das erfolgreiche Pilotprojekt. Die nun vorliegenden Ergebnisse aus den Fachbereichen Hausarztmedizin, Pädiatrie, Psychiatrie, Kinder-und Jugendpsychiatrie, Gynäkologie, Pneumologie, Radiologie, Anästhesiologie sowie ORL belegen die grosse Bandbreite der aktuell getätigten Qualitätsaktivitäten. Als Beobachter begleiteten die diesjährige Umfrage u.a. das BAG, die GDK, H+, santésuisse und der Dachverband Schweizerischer Patientenstellen.
Über 1'200 Ärztinnen und Ärzte haben an der Umfrage teilgenommen. Der Rücklauf betrug 11.8%. Dank fachübergreifender Fragen sind Aussagen auf Ebene der gesamten ambulanten Medizin CH möglich: So nehmen 76% der Antwortenden an Fallbesprechungen teil, 56% führen ein Beschwerdewesen oder bieten ihren Patientinnen und Patienten eine andere Feedbackmöglichkeit. 52% der antwortenden Ärztinnen und Ärzte melden Fehler und/oder Zwischenfälle, etwa im Rahmen eines CIRS (Critical Incident Reporting System); die Medikamentensicherheit überprüfen 83%, 73% kontrollieren die Behandlungsprozesse und -standards.
Insgesamt gaben die Teilnehmenden aller Fachgebiete Auskunft über die Themen Fortbildung, kollegialen Aktivitäten, Patienten- und Mitarbeiterbefragungen, Betriebs- und Patientensicherheit sowie Management- und Organisationssysteme. Alle Themenbereiche enthielten neben den fachübergreifenden Fragen auch solche zu fachspezifischen Qualitätsaktivitäten. Die Ärztinnen und Ärzte erfassten ihre Qualitätsaktivitäten online per Selbstdeklaration. Die erhobenen Daten sind streng vertraulich und werden von der FMH nur in aggregierter, fächerübergreifender Form publiziert; über die Veröffentlichung der fachspezifischen Ergebnisse entscheiden die beteiligten Fachgesellschaften. |