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Der Wert von 72 Arztbesuchen, ab welchem von einer Epidemie* gesprochen wird, ist in der Schweiz nun schon seit sieben Wochen überschritten. Obwohl die Zahl der Erkrankten stetig angestiegen ist, sind die Zahlen immer noch tiefer als in den Vorjahren.
*Der nationale epidemische Schwellenwert wird aufgrund der epidemiologischen Daten der letzten neun Grippesaisons in der Schweiz berechnet und liegt für die Saison 2010/11 bei 72 Grippeverdachtsfällen pro 100000 Einwohner.
Wie schon seit Beginn der Grippewelle sind besonders Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren erkrankt; sie erkrankten etwa sieben Mal so häufig wie über 64-Jährige. Bei etwa der Hälfte der Grippeerkrankten wurde als Verursacher das Schweinegrippe-Virus A(H1N1) nachgewiesen. Nach und nach übernehmen aber die Erreger des Typs Influenza B, welche eher leichtere Beschwerden auslösen, die Oberhand.
Damit ist die Grippewelle vermutlich noch nicht überwunden, so das BAG. Nähere Angaben dazu erwartet das BAG für nächste Woche. In den Kantonen Graubünden und Tessin bereiten sich die Viren weiter aus, wohingegen in Bern, Freiburg und in der ganzen Nordwestschweiz ein Rückgang gemeldet wird. |