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Mit hochgerechnet 240 grippebedingten Arztbesuchen auf 100'000 Einwohner in der Schweiz ist der epidemische Wert immer noch stark überschritten; der Schwellenwert liegt bei 72.
Kinder bis zu 14 Jahren sind am häufigsten betroffen, bei den älteren Menschen sank die Zahl der Erkrankten. Auf die Frage, warum so unerwartet viele junge Kranke mit Komplikationen behaftet sind, welche zum Teil intenisvmedizinische Pflege notwendig machen, weiss auch das BAG keine Antwort. Zahlen darüber, wie viele Menschen tatsächlich auf der Intensivstation betreut werden müssen, gäbe es keine; das sei keine Meldepflicht, heisst es vom BAG.
In 78% der Fälle ist das Schweinegrippe-Virus A(H1N1)der Verursacher; 25% der Kranken leiden an der Influenza B, welche weniger starke Symptome macht.
Gegenüber den Vorwochen gab es in den Kantonen Bern, Freiburg, Jura, Glarus, Graubünden, Tessin und in der Innerschweiz weniger Grippekranke, dafür stieg deren Zahl in den Kantonen Genf, Neuenburg, Waadt, Wallis, Aargau, beider Basel und Solothurn. Stabile Zahlen melden die Ostschweizer Kantone sowie der Kanton Zürich.
Fazit: Ob damit der Höhepunkt der Grippesaison bereits erreicht ist, wird sich nächste Woche zeigen, meldet das BAG. Und: Ob die Impfung gegen das Grippevirus noch angezeigt ist, lasse sich nicht beantworten. Bis zum vollen Schutz dauert es nach Impfung 2 Wochen. Hygienemassnahmen seien auf jeden Fall empfehlenswert: „Regelmässiges Händewaschen, Gebrauch von Papiertaschentüchern, Husten in die Armbeuge und bei Grippesymptomen zu Hause bleiben“, so der Tipp von Gesundheitsverantwortlichen. |