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14 Monate nach Ausrufung der Stufe 6 des H1N1-Ausbruchs konnte gestern die WHO-Direktorin Chan das Ende der H1N1-Pandemie verkünden.
Man rechnet demnach damit, dass sich das H1N1-Virus nun wie ein normales saisonales Virus verhält und nicht mehr dominiert. Viele Länder berichten gemäss Chan bereits über einen Mix von verschiedenen Grippevirus-Typen, wie das bei normalen saisonalen Grippeepidemien der Fall ist. In einigen Ländern würden die Menschen aber immer noch unter einer beträchtlichen H1N1-Epidemie leiden.
Niemand weiss zur Zeit, wie sich das Virus in der nächsten Grippesaison genau verhalten wird. "Dass die Pandemie kein schlimmeres Ausmass angenommen hat, war reines Glück", so Chan. "Das Virus ist nicht in eine tödlichere Form mutiert und eine ausgeprägte Resistenz gegen die antiviralen Medikamente wie Oseltamivir (Tamiflu) ist ausgeblieben". Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass Infektionsraten von 20-40% in einigen Gebieten eine gute Immunität hinterlässt, was durch die Impfung noch unterstützt worden sei, wie Chan ausführt.
Die Lage muss aber weiterhin aufmerksam beobachtet werden. Es ist damit zu rechnen, dass sich das Virus leicht verändert, was mit einer teilweisen Einbusse der Immunität einhergehen könne.
Die WHO gibt für die postpandemische Phase folgende Empfehlungen:
- Die Hygienemassnahmen sollten auf jeden Fall weitergeführt werden: Beim Niessen und Husten den Mund abdecken; häufig und sorgfältig Hände waschen.
- Die Impfung gegen das H1N1-Virus wird nach wie vor empfohlen, entweder mit einer monovalenten Impfung (nur gegen das H1N1-Virus) oder mit einer saisonalen Grippeimpfung, welche den H1N1-Virusstamm enthält.
- Wie während der Pandemie sollten Patienten mit schweren Grippeverläufen oder solche mit einem hohen Risiko für Komplikationen (z.B. Schwangere, Lungenkranke) früh mit Oseltamivir (Tamiflu) oder Zanamivir (Relenza) behandelt werden.
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