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Die Konsumentenschützerin Simonetta Sommaruga warnt, dass 5% aller hospitalisierten Patienten eine Komplikation auf Grund falscher Medikamente erleiden. Die Hälfte davon sei schwerwiegend.
Mit dem Vorstoss der Wirkstoffverschreibung sollen einerseits die Patienten vor Verwechslungen geschützt und andererseits der finanzielle Anreiz für Ärzte, sich für ein bestimmtes Pharmaunternehmen einzuspannen, gesenkt werden. Vergeblich warnte der Präventivmediziner Felix Gutzwiller davor, dass diese Verordnung zur Verunsicherung der Patienten und zu mehr Nebenwirkungen führt. „Wenn der behandelnde Arzt ein anderes Medikament verschreibt als der Patient im Spital erhielt, steht dies der Therapietreue entgegen“.
Unumstritten waren zwei weitere Punkte: Der Wirkstoff muss in Zukunft direkt und vergrössert unter dem Markennamen erscheinen. Bei den Generika soll der Wirkstoffname markanter erscheinen als der Markenname.
Der Vorstoss wurde vom Ständerat insgesamt gutgeheissen und geht nun in den Nationalrat. |