Auch die Schweizer leiden an zunehmendem Übergewicht
Denise Rudin, Gesundheitsförderung Schweiz
Leider werden die Schweizer nicht vom Problem Übergewicht verschont. Die Fakten sind ernst zu nehmen: Litten 1990 „nur“ 25% der Bevölkerung an Übergewicht, sind es heute fast 30%. Jedes Jahr kommen 30'000 Personen dazu, auch Kinder (Abbildung 4). Seit 1960 hat sich der Anteil übergewichtiger Kinder verdreifacht, der von adipösen Kindern versechsfacht. Schnelles Handeln ist angezeigt!
Entwicklung von Übergewicht bei KindernWie bereits Professor Fogelholm erwähnte, umfasst die Übergewichts-Problematik verschiedene Ebenen. Interventionen müssen deshalb an verschiedenen Orten greifen, auch in der Schweiz. Nur die Kombination gesundheitsfördernder, materieller und sozialer Massnahmen als auch Verhaltensänderungen der Betroffenen führen zu einer besseren Gesundheit und Lebensqualität.
Die Sensibilisierung der Eltern hinsichtlich Ernährungsverhalten der Kinder, vernünftige Kostenstrukturen der Nahrungsmittel (gesunde Lebensmittel sollten nicht teurer sein als ungesunde) und Gestaltung des Lebensraums sind Massnahmen, die zur Veränderung beitragen.
Die Gesundheitsförderung Schweiz will bis 2007 ein nationales Programm für ein „ Gesundes Körpergewicht“ ausarbeiten, unter Einbezug von Bund, Kantonen, Krankheitsversicherern und Leistungserbringern. Vereint sollte der Übergewichts-Problematik gegenübergetreten werden.
Die wichtigsten Zielgruppen sind Kinder und Jugendliche. Sozial benachteiligte Gruppen müssen integriert werden.
Die Umsetzung bestehender Projekte muss flächendeckend erfolgen. Das übergewichtfördernde Umfeld muss verändert werden.
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| Mediscope - Dr. med. Susanne Schnorf-Huber und Dr. med. Daniel Desalmand |
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| 20.03.2006 - dzu |
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