Cannabis erhöht das Lungenkrebsrisiko nicht
Referent: Dr. D. P. Taskin
Cannabisrauch enthält verschiedene krebserregende Stoffe. Die starke Cannabis-Exposition führte unter Laborbedingungen zu Veränderungen des Lungen- und Bronchialgewebes. Die bisherigen Studien zeigten diesbezüglich aber keine einheitlichen Resultate.
Die Autoren der am diesjährigen Fachkongress präsentierten aktuellen Studie untersuchten, ob eine Verbindung zwischen Cannabiskonsum (schwerer Konsum, über längere Zeit bestehender Konsum) und Lungenkrebsrisiko besteht.
Die für diese Studie verwendeten Daten zu Lungenkrebsfällen stammten aus einem Krebsüberwachungsprogramm; die Patienten waren 18 bis 59-jährig. 611 Personen mit Lungenkrebs und 1'040 Kontrollpersonen wurden von den Forschern über ihren Cannabis-, den Alkohol- oder anderen Drogenkonsum, über ihren sozioökonomischen Status, die Ernährung, den Beruf und Krebsanamnese in der Familie befragt.
Hauptaussage: Unabhängig von Alter, Geschlecht, Rasse, Bildung, Tabakkonsum und Alkoholkonsum bestand keine Verbindung zwischen Cannabis und Lungenkrebsrisiko.
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| 21.06.2006 - gem |
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