Fazit, Ausblick der Gesundheitsförderungskonferenz
Mit den Schwerpunkten „Gesundes Körpergewicht“ und „Psychische Gesundheit-Stress“ fokussiert Gesundheitsförderung Schweiz auf zwei Kernthemen, bei denen dringender Handlungsbedarf besteht. In Zusammenarbeit mit Bund, Kantonen, Versicherern, NGO’s (Nicht-Regierungs- Organisationen) und anderen Akteuren im Gesundheitswesen wird die Stiftung ab 2007 aktiv auf verschiedenen Ebenen Massnahmen initiieren, koordinieren und evaluieren.
Diese Massnahmen sollen bis 2018 den Anteil der normalgewichtigen Bevölkerung in der Schweiz erhöhen sowie die psychische Gesundheit verbessern. Dabei sollen Interventionen nicht darauf abzielen, das Individuum zu bevormunden, sondern - im Gegenteil- die Eigenverantwortung zu stärken. Die Aufgabe des Staates ist es, die strukturellen Voraussetzungen für ein optimales Umfeld zu schaffen.
Vor allem in den Workshops hat sich gezeigt, dass verschiedene Gruppierungen hoch motiviert Projekte zur Übergewichtsprävention und Verbesserung der psychischen Gesundheit lancieren und durchführen. Die Mechanismen, welche zu Übergewicht und Stress führen, sind relativ gut erforscht, wie aus den Referaten klar wurde. Viel weniger ist jedoch über die Effektivität einzelner Interventionen bekannt. Insbesondere Massnahmen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit müssen nun auf ihr Potential zur Reduktion des Risikos für psychische Erkrankungen geprüft werden.
Und zum Schluss das vom Plenum mit Schmunzeln aufgenommene Fazit des Psychoanalytikers und Autors Dr. phil. Peter Schneider: „Herausforderung Übergewicht, Herausforderung Stress: Die Kombination dieser Themen scheint also nicht willkürlich gewählt. Wer den Vorträgen der Konferenz aufmerksam zugehört und erfahren hat, welche vielfältigen Gefahren in jeder einzelnen überflüssigen Fettzelle lauern, wird gleichsam am eigenen Leibe gemerkt haben, wie einen diese Erkenntnis stressen kann.
Das heisst: „Wer durch sein Übergewicht herausgefordert ist, wird nicht umhin können, durch diese Herausforderung gestresst zu sein, woraus neue Herausforderungen folgen – ein Teufelskreis! Entweder wir bewältigen den Stress oder aber der Stress bewältigt uns, möglicherweise noch bevor uns das Übergewicht umbringt.“
Die Konferenz geht zu Ende – Gesundheitsförderung geht weiter. Die 9. Nationale Gesundheitsförderungs-Konferenz findet am 25. und 26. Januar 2007 in Zug statt.
| |
| Mediscope - Dr. med. Susanne Schnorf-Huber und Dr. med. Daniel Desalmand |
| |
| 20.03.2006 - dzu |
| |
 |
|