Geschlechtsunterschiede beim Rauchverhalten
Frauen scheinen empfindlicher zu sein, im Verlaufe ihres Lebens eine COPD (''Raucherlunge'') zu entwickeln als Männer. Zwischen 1968 und 1999 nahm die COPD-bedingte Todesrate bei Frauen um 382% zu. Im Jahr 2000 überschritt die COPD-Todesrate der Frauen gar diejenige der Männer.
Die Autoren dieses Beitrags untersuchten, ob ein Unterschied zwischen dem Rauchverhalten von Männern und Frauen besteht. Sie benutzten ein portables Gerät, dass an der Zigarette befestigt wurde. Damit wurde die Dauer eines Rauchzuges, die Menge des Rauchs, den maximalen Rauchfluss, die Intervalle zwischen zwei Rauchzügen und die Anzahl gemachter Züge gemessen. 56 Raucher (Frauen und Männer, mit oder ohne COPD) wurden diesbezüglich untersucht.
Die wichtigsten Resultate:
- Männer nehmen normalerweise grössere Rauchzüge ein als Frauen, unabhängig von An- oder Abwesenheit einer COPD.
- Beide, Männer und Frauen ohne COPD, nehmen die gleiche Anzahl Rauchzüge und ungefähr die gleich Rauchmenge ein.
- Bei den Personen mit COPD konsumieren die Frauen jedoch mehr von ihrer Zigarette (mehr Rauchzüge, grösseres Rauchvolumen) als die Männer.
Hauptaussage: Frauen mit COPD konsumieren mehr von ihrer Zigarette als Männer.
Scholand MB, Mini-Symposium, Session C83
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| 21.06.2006 - gem |
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