|
Ähnliche Untersuchungen zum Thema Bewegung und Parkinson, hat es früher schon gegeben; die Teilnehmerzahl war aber meistens gering und es wurden kaum Frauen miteinbezogen.
In der aktuellen Studie wurden 43'325 Personen (63'348 Männer, 79'977 Frauen, durchschnittlich 63 Jahre alt) untersucht.
Körperliche Aktivitäten wurden wie folgt umschrieben: leichte Bewegung wie Gehen oder Tanzen; moderate bis intensive Bewegung wie Jogging, Schwimmen, Radfahren, Tennis, Aerobic usw. In der 10-jährigen Beobachtungszeit erkrankten 413 Teilnehmer an Parkinson. Es zeigte sich, das moderate bis intensive Bewegung das Erkrankungsrisiko um 40% senkte. Dies im Vergleich zu den Teilnehmern, die sich nicht oder nur wenig bewegten. Sportliche und körperliche Aktivitäten im Alter von 40 Jahren hatten jedoch keinen Einfluss auf das spätere Erkrankungsrisiko. Es scheint, dass körperliche Aktivitäten auf das Parkinsonrisiko nur auf kurze Sicht einen Einfluss haben, so die Experten.
Ein direkter Zusammenhang konnte jedoch auch in der aktuellen Studie nicht belegt werden.
Auch wenn nicht bewiesen ist, dass mehr Bewegung tatsächlich das Parkinsonrisiko vermindert, schaden regelmässige moderate bis intensive körperliche Aktivitäten sicher nicht. Vorallem wenn man sonstige Vorteile von regelmässiger Bewegung mitberücksichtigt. Dies der Abschlusskomentar des Referenten.
Der Artikel ist eine Zusammenfassung aus einem Kongressbericht der Neurologentagung in Boston, USA.
Mehr zum Thema
|