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Die Todesfälle wegen der Chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD, "Raucherlunge") nehmen zu.
Mediziner referierten an der Ärzte-Fortbildungswoche in der Lenk über die verschiedenen Möglichkeiten der Raucherentwöhnung und zeigten auf, wie der Arzt einen Rauchstoppwilligen unterstützen und motivieren kann.
Nur ein Rauchstopp hilft, die chronische Lungenkrankheit (COPD) abzuschwächen und die Lungenfunktion aufrechtzuerhalten.
Selbstverständlich gelten die Ausführen auch für "noch-gesunde" Raucher. Man unterscheidet 5 Stadien der Raucherentwöhnung:
- Precontemplation: Fehlende Motivation
- Contemplation: Baldiger Rauchstopp ist vorstellbar
- Determination: Beschluss, Vorbereitung
- Aktion: Rauchstopp
- Maintenance: Verhinderung des Rückfalls
Wie kann der Raucher motiviert werden, seine Sucht zu bekämpfen? Dazu ist auf jeden Fall eine gute Arzt-Patientenbeziehung notwendig. Eine gute Beratung durch den Arzt ist sehr zeitaufwändig! Die 5 R’s sind für Raucher wichtig, die noch nicht aufhören wollen:
- Relevance: Warum ist der Rauchstopp für den Patienten wichtig?
- Risks: akute und chronische Risiken, auch für die Umgebung (Pro Zigarette sinkt die Lebenserwartung durchschnittlich um 12 Minuten)
- Rewards: Potentielle Verbesserung des Zustandes
- Roadblocks: Identifizieren von Hinderungsgründen
- Repetition: Wiederholen der Patientenmotivation
Bei Rauchern, welche aufhören wollen, sind die 5 A’s wichtig:
- Ask: Rauchergeschichte
- Advise: Klare, patientenorientierte Beratung
- Assess: Wille zum Rauchstop einschätzen, evtl. Zusatzinfos abgeben
- Assist: Unterstützung des Patienten mit Hilfestellungen (Planung, Zielsetzung, ev. Begleitmedikamente)
- Arrange: Regelmässige Kontrollen festlegen
Alles was bei der Raucherentwöhnung hilft, ist willkommen! Hilfen bei der Raucherentwöhnung:
- Nikotinersatzpräparate: Pflaster, Kaugummi, Spray (v.a. bei starken Rauchern), Inhaler (Applikationsart je nach Bedürfnissen des Patienten)
- Bupropion : Ist kein Wundermittel und weist Nebenwirkungen auf. Der Wirkstoff darf unter anderem nicht angewendet werden bei Epilepsie, Schwangerschaft, bei Leberkrankheiten, nach erfolgreich überwundenen Essstörungen wie Bulimie, Anorexie.
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