firstlove – ein Projekt, das Schule machen sollte
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Ruth Drahts |
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Um die Mädchen bei den Themen abzuholen, welche sie am meisten beschäftigen, hat Frau Dr. med. R. Draths von der Jugendgynäkologie Luzern das Projekt firstlove iniziiert.
Sinn und Ziel der Initiative sind:
- Prävention ungewollter Schwangerschaften
- Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten
- Verbesserung der Kenntnis körperlicher Vorgänge, besonders in der Pubertät
- Stärkung von Körperbewusstsein und Selbstwertgefühl
- Vertrauensbildung zwischen Jugendlichen und Frauenarzt
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Im Zentrum des Projekts steht die Internetseite www.firstlove.ch. Rundum bestehen Aktivitäten wie email-Beratung, FAQ, Faltblätter, Postkarten und Kinowerbung, Jugendsprechstunde, Aufklärung an Schulen, Weiterbildung für Lehrer, Elternkurse und Fachvorträge. Verlinkt ist das Projekt mit anderen präventiv tätigen Institutionen.
Die Pubertät ist eine hochsensible Phase, wo in kurzer Zeit dramatische Veränderungen des Körpers vor sich gehen. Erfahrungen aus der email-Beratung zeigen, dass Verhütung, Schwangerschaftsverdacht, medizinische Fragen, Liebe sowie Sexualität die Hauptthemen sind, welche die Mädchen beschäftigen. firstlove ist eine Möglichkeit, sich ohne grosse Hemmschwelle mit einer Fachperson über diese Themen auszutauschen. Die Jugendsprechstunde ist Anlaufstelle für einen ersten Frauenarztbesuch, für Mädchen mit speziellen Risiken oder belastenden Krankheiten oder für Fragen zur Pubertätsentwicklung. Es hat sich gezeigt, dass vor allem Mädchen mit Risikoverhalten am ehesten mit einem Arzt respektive einer Ärztin über sexuelle Fragen sprechen.
Die Häufigkeit sexuell übertragbarer Krankheiten nimmt in den letzten Jahren wieder dramatisch zu! Jugendliche sind besonders gefährdet für sexuell übertragbare Infektionen, und zwar wegen häufigem Partnerwechsel und einer besonderen Empfänglichkeit für Erreger wie Chlamydien, Gonokokken oder HIV. Eine Umfrage bei Schweizer Jugendlichen hat ergeben, dass die meisten Mädchen schon von HIV, Aids oder Hepatitis B gehört haben, die wenigsten jedoch von Chlamydien oder HPV (ca. je 15%). Über die Möglichkeit von präventiven Impfungen wussten die Mädchen ebenfalls schlecht Bescheid; nur ca. 13% wussten, dass man sich gegen HPV impfen lassen kann.
Diese Tatsachen zeigen, dass in der Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten noch viel Verbesserungspotential besteht. Die Referentin hat hierzu in einem Interview Stellung genommen:
Frau Dr. med. Ruth Draths, Leiterin firstlove-Projekt, Kinder- und Jugendgynäkologie, Neue Frauenklinik Luzern.
Mehr zum Thema
Weitere Informationen zum Gebärmutterhalskrebs und den Präventionsmöglichkeiten finden sie unter http://de.tellsomeone.ch/.
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| 27.08.2007 - dde |
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Mit freundlicher Unterstützung von Sanofi Pasteur MSD
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