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Sie sind hier: Nützliches » Erste Hilfe 23. August 2014
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Sportverletzungen - Erste Hilfe, wie wird untersucht und wie behandelt?

Leider gibt es auch im Freizeitsport sehr viele Unfälle und Verletzungen. Lesen Sie hier, welche Verletzungen am meisten vorkommen, wie Sie Erste Hilfe leisten können und was Sie beim Arzt oder im Spital erwartet.

Bei nahezu jeder akuten Sportverletzung ist ein sofortiges Ergreifen - PECH – Schema – Massnahmen - unumgänglich. Schnelles Handeln ist gefragt.

  • P Pause - sofortiger Sportunterbruch
  • E Eis - Kühlen der verletzten Stelle, sofern die Stelle geschlossen ist
  • C Compression - Druckverband verhindert die Schwellung und muss regelmässig geprüft werden.
  • H Hochlagern - Bei Verletzungen, welche die Extremitäten (Arme, Beine) betreffen, wird der Rückfluss des Blutes und der Schwellflüssigkeit durch Hochlagern erleichtert. Natürlich gilt das nicht für Menschen, die bewusstlos sind und bei denen der Verdacht auf eine Kopf- Schulter- und Rückenverletzung besteht. Im Zweifelsfall Eiswickel machen oder das verletzte Glied ruhig stellen und ab zum nächsten Arzt oder Spital.

 

 

Umknicken des Fusses, Distorsion

In 90 Prozent der Fälle knickt der Fuss nach aussen um. Drei Bänder stabilisieren das äussere obere Sprunggelenk. Im Röntgenbild oder mit einer Kernspintomographie kann der Arzt erkennen, ob und in welchem Ausmass Bänder und Gelenkkapseln betroffen sind.

 

Sind die Bänder gedehnt, hilft die Ruhigstellung mit Tape- oder Zinkleimverband. Mit einem Eiswickel bilden sich Schwellungen und damit auch die Schmerzen zurück.


Sind die Bänder gerissen, verlängert sich das Ruhigstellen des Fusses mit Hilfe einer Bandage auf mehrere Wochen.

 

Operiert wird heute nur noch in Ausnahmefällen. Bei chronisch instabilen Gelenken und bei alten Verletzungen mit immer wiederkehrendem "Umknicken" wird der Arzt die Operation vorschlagen.

 
 

Bruch des Sprunggelenkes, Malleolarfraktur

Auf 100 umgeknickte Fussgelenke entfallen stets nur ein paar Knöchelbrüche. Ist am Anfang die Diagnostik unzureichend, werden sie manchmal erst nach Wochen erkannt.


Bei einfachen Brüchen reicht eine konservative Behandlung: ein paar Wochen Ruhigstellung im Gips oder mit einer Bandage.


Kompliziertere Brüche müssen operiert werden. Häufig betroffen sind Snowboarder, Ballspieler und Cross-Läufer.

 

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Achillessehnen-Riss, Achillessehnenruptur

Sie kommt etwa so häufig vor wie der Knöchelbruch. Die Sehne reisst meistens etwa genau in der Mitte, weniger häufig an den Ansatzstellen von Knochen und Muskeln. Der Fuss wird in einer Spitzfussstellung von etwa 15 Grad sechs Wochen lang ruhig gestellt und diese Fussstellung dann stufenweise abgebaut.

 

Bei jüngeren Patienten wird oft operiert. Eine Studie an der medizinischen Hochschule Hannover ergab, dass - bezogen auf den häufigen mittleren Sehnenriss - die Operation und eine konservative Therapie etwa die gleichen Ergebnisse bringen.

 
 

Verschiedene Knieverletzungen, Knietraumen 

Etwa 15 bis 30 Prozent aller Verletzungen beim Sport betreffen das Knie. Und hier dominiert das klassische "Verdreh-Trauma" mit Verletzungen von Innenband und Innenmeniskus, die teilweise miteinander verwachsen sind und gemeinsam drei- bis viermal häufiger in Mitleidenschaft gezogen werden als das Aussenband.

 

Männer sind zweimal mehr betroffen als Frauen. Notwendig ist häufig eine Gelenkspiegelung. Neben der klassischen Meniskusoperation, bei der defekte Teile entfernt oder Meniskusrisse genäht werden, lässt sich heute ein Meniskus auch schon durch Sehnen ersetzen.


Zudem ist es in Einzelfällen möglich, auf der Basis von körpereigenen Meniskuszellen einen neuen Meniskus wachsen zu lassen. Diese Therapie ist jedoch noch im experimentellen Stadium.

 
 

Kniebandverletzungen, Kniebandläsionen

Hier besteht, was die Therapie betrifft, grosse Variabilität von Klinik zu Klinik und von Praxis zu Praxis. In aller Regel werden Verletzungen der beiden Seitenbänder nicht mehr operiert, sondern mit einer Bandage ruhig gestellt.

 

Sind die Kreuzbänder betroffen, wird je nach Alter des Patienten und nach Art der Verletzung  operiert oder konservativ behandelt. Der Fortschritt ist darin zu sehen: Vor 20 Jahren packte man das Knie neun Wochen in Gips, und man hatte ein Dreivierteljahr damit zu tun. Dagegen kann man heute, ausgestattet mit einer Orthese (spezielle Bandage), auch nach einer Operation sofort wieder gehen.

 

Wichtig aber ist damals wie heute das anschliessende Muskeltraining.

 

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Kniescheiben-Fraktur

Ist die Kniescheibe in zwei Stücke zerbrochen, sind die beiden Hälften nicht wesentlich verschoben und der Halteapparat noch heil, kann konservativ behandelt werden.


Handelt es sich um eine Trümmerfraktur und ist die Kniescheibe "zerbröselt", geht es nicht ohne Operation und eventuellen Ersatz der Kniescheibe.

 
 

Muskelverletzungen

Verletzungen wie Muskelzerrung, -faserriss, -teilruptur und -ruptur gehen nahtlos ineinander über. Bei der Zerrung liegt eine Überdehnung von Muskelgewebe mit vielen kleinen Verletzungen vor, so genannten Mikrotraumen; Schwellungen entstehen.


Der Patient muss eine Sportpause einlegen; Kälteanwendungen, Massage und Aufbautraining folgen nacheinander. Beim Faserriss sind meist nur einige Fasern des Muskels, bei der Teilruptur grössere Muskelbündel betroffen.

 

Operiert wird nur in Ausnahmefällen und nur bei grösseren, komplizierteren Rupturen. Ansonsten braucht es ein paar Wochen Ruhigstellung.

 

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Quetschung oder Prellung

Wegen der meist heftigen stumpfen Gewalteinwirkung spricht man auch vom "Pferdekuss", der zu grossen Blutergüssen führen kann. Diese können gefährliche Thrombosen und Embolien zur Folge haben.

 

In Einzelfällen ist bei starkem Bluterguss eine operative Druckentlastung nötig. Ansonsten reichen Schonung, Eiswickel und kühlende Gels.

 
 

Rückenverletzungen

Rückenverletzungen (Wirbelverletzungen) erweisen sich meistens erst nach gründlichen Untersuchungen (Röntgen, MRI) als solche. Bis zum Ausschluss von Wirbelverletzungen muss der Patient sehr vorsichtig transportiert, betreut und untersucht werden.

 

Meistens handelt  es sich um Weichteilverletzungen, die aber auch sehr schmerzhaft sind. Diese können mit Eiswickel, kühlenden Gels und Schmerzmitteln behandelt werden.


Rückenverletzungen kommen vor bei schweren Stürzen vom Fahrrad, Motorrad, beim Wandern, Bergsteigen, Skaten, Skisport, aber auch bei Leichtathletiksportarten (Reck oder Stange).

 
 

Schlüsselbeinbruch, Claviculafraktur

Schlüsselbeinbrüche sind klassische Skisportverletzungen, die sich sofort durch starke Druckschmerzhaftigkeit und eine stark schmerzende Bewegungseinschränkung zeigen. Meist sieht man schon von Auge wo der Bruch liegt, eine Röntgenkontrolle bestätigt dann die Bruchstelle.


98% der Schlüsselbeinfrakturen heilen ohne Operation aus. Es genügt die Ruhigstellung der Schultern mittels eines Rucksackverbandes. Dieser Verband wird einige Wochen getragen. Bereits in dieser Zeit kann mit physikalischem Finger-, Ellbogen- und Schultergelenktraining begonnen werden.

 

Operiert wird bei einer offenen Verletzung, bei Gefäss- und Nervenverletzungen, bei einer Pseudoarthrose nach einer zunächst konservativen Behandlung und bei Brüchen, die das Acromio Clavicular-Gelenk (ACG) betreffen. Das ACG ist die Verbindung des Schlüsselbeins zum Schulterblatt.

 

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Schulterverrenkung, Schulterluxation

Bei der Schulterluxation handelt es sich um das „Auskugeln der Schultergelenkskugel aus der Schultergelenkspfanne. Es gibt verschiedene Schweregrade, die von der Überdehungsverletzung (Distorsion), über die Halb-Auskugelung (Subluxation) bis zur totalen Ausrenkung (Luxation) gehen.


Meist wird die Schulterluxation durch Kraft von aussen (Sturz, Schlag) zugeführt. Schwinger sind hier sehr gefährdet, aber auch Ski-, Motorradfahrer, Skater, Wasserskifahrer und Biker.

Bereits die Stellung des Körpers (Herabhängen des Armes, extrem starke Schmerzen an der betroffenen Stelle),  beim Abtasten und/oder versuchten Bewegen des Gelenkes weiss der Arzt was los ist. Sicherheit ergibt dann das Röntgenbild oder die Ultraschalluntersuchung (Sonographie).


Die Behandlung ergibt sich aus der Schwere der Verletzung und reicht von der manuellen Wiedereinrenkung (Reposition) bis zur operativen Behandlung (wenn kombiniert mit Frakturen). Nach Wiedereinrenkung wird zur Kontrolle nochmals ein Röntgenbild angefertigt.

 

Eine manuelle Reposition soll nur von erfahrenen Fachleuten durchgeführt werden. Unsachgemässe Handhabungen können zu schwerwiegenden Schäden führen.

 

Ziel einer Therapie ist in erster Linie die Reponierung (siehe oben) und darüber hinaus das Erreichen einer Stabilisierung des Schultergelenkes, sodass Belastungen wieder möglich werden.

 
 

Oberarmbruch, Humerusfraktur

Bei der Oberarmfraktur wird unterschieden zwischen Oberer-, Mittlerer- oder Gelenkfraktur. Der Bruch am oberen Ende passiert meistens beim Sturz von älteren Leuten (Knochenschwund, Osteoporose).

 

Die Mittel- und  Gelenkfraktur zieht man sich durch eine stumpfe Verletzung, einen heftigen Schlag oder durch Sturz zu.

 

Die Art und Position der Verletzung kann mittels Röntgenaufnahme festgestellt werden.

Die Behandlung ergibt sich aus der Schwere der Verletzung des betroffenen Bereiches. Oft genügt eine Ruhigstellung (konservative Therapie).

 

Bei komplizierten Brüchen und bei älteren Menschen muss meist operiert werden. In allen Fällen ist eine rasche Rehabilitation mit regelmässigen physikalischen Bewegungen für die spätere Beweglichkeit notwendig.

 
 

Handgelenkbruch, Radiusfraktur

Bei diesem Bruch handelt es sich um die Verletzung des handgelenknahen Bereichs der Speiche (Radius). Ein solcher passiert typischerweise bei einem Sturz mit ausgestrecktem Arm auf die gestreckte oder gebeugte Hand.

 

Die Bruchstelle wird im Röntgenbild sichtbar. Die Behandlung ergibt sich aus der Position des Bruches. Bei einer grösseren Verschiebung oder gar Zertrümmerung wird operiert.

Bei einfachen Brüchen kann unter lokaler Betäubung die Wiedereinrenkung (Reposition) erfolgen. Danach wird der Arm ruhig gestellt. In kurzen Intervallen werden Röntgenbilder zur Kontrolle der Lage der Bruchstücke gemacht.

 

Eine solche Verletzung kann sich jedermann zuziehen, vor allem aber Kinder und ältere Menschen. Bei gewissen Sportarten (z.B. beim Skaten)  müssen präventiv Schoner getragen werden.

 
 

Gehirnerschütterung, Commotio cerebri

Siehe Krankheitsbild Gehirnerschütterung

 

Schädelbruch, Schädelhirntrauma (SHT)

Das ist ein absoluter Notfall, der Patient ist oft bewusstlos oder verwirrt und orientierungslos und gehört sofort ins Spital. Mittels Röntgenbilder und Computertomographie kann die Verletzung festgestellt werden.

 

Einen Schädelbruch zieht man sich durch einen Sturz auf den Kopf zu ; Motorradfahrer, Velofahrer, Skater, Skisportler, Reiter, die keinen Helm tragen sind besonders gefährdet und sollten präventiv einen Helm tragen.

 
 

Stumpfes Bauchtrauma, Bauchverletzung, Verletzung innerer Organe

Von einem stumpfen Bauchtrauma spricht man bei einer Verletzung des Bauchraumes durch äussere Krafteinwirkung (Schlag, Fall auf einen stumpfen Gegenstand).

 

Das kann zum Beispiel passieren bei einem heftigen, unerwarteten Schlag in die Lendengegend, beim Sturz mit dem Fahrrad, wobei sich der Lenker in den Bauch bohrt, beim Skisport oder bei Motorradunfällen.

 

Meist sieht man von aussen nichts, eventuell ein blauer Fleck. Der Arzt stellt dann anhand einer Urinuntersuchung (Blut im Urin)  und eines Ultraschalls fest, ob dabei innere Organe verletzt wurden. Häufigste Organverletzungen dabei sind Milzrupturen (Milzriss), Nierenverletzungen, Bauchspeicheldrüsen- oder Leberverletzungen.

 

Normalerweise bleibt es bei einer Weichteilverletzung (schwere Prellungen oder Quetschungen), die innert ein paar Wochen folgenlos abheilen. Hier können Schmerzmedikamente und Eiswickel helfen.


Werden Organe verletzt muss der Patient schnellstmöglich operiert werden.


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10.01.2005 - dzu

 
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