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Erhöhtes Schlaganfallrisiko durch Antipsychotika
 
Eine Britische Studie zeigt, dass die langfristige Anwendung von Antipsychotika bei Demenz-Patienten das Schlaganfallrisiko um bis zu 300 Prozent erhöht.

Demenz Frau
 
Aus früheren Studien geht hervor, dass die langfristige Anwendung atypischer Neuroleptika (Antipsychotika) das Schlaganfallrisiko und das Risiko für Transitorische ischämische Attacken (Vorstufe des Schlaganfalls) um das Zweifache erhöht.

 

Die Experten nahmen an, dass auch andere atypische Neuroleptika nicht sicherer sind. Antipsychotika werden zur Beruhigung bei Erregungs- und Aggressionszuständen älterer Menschen eingesetzt, häufig auch bei dementen Personen.

 

Die Experten werteten dazu Patientendaten aus einer Datenbank von über sechs Millionen Patienten von über 400 Britischen Hausärzten aus. Patienten mit gefässbedingten Demenzerkrankungen sind schlaganfallgefährdet und werden häufig mit Antipsychotika behandelt. Die Experten untersuchten deshalb, ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen der Behandlung und dem Schlaganfallrisiko besteht oder ob das Schlaganfallrisiko sowieso erhöht ist durch die gefässbedingte Demenzerkrankung.

 

Es zeigte sich, dass die Anwendung von Antipsychotika das Schlaganfallrisiko generell um 73% erhöht und bei Demenzpatienten sogar um das Dreifache.

 

Eine weitere Studie zeigte, dass Alzheimer-Patienten früher sterben, wenn sie Antipsychotika einnehmen.

 

Nach den heutigen Erkenntnissen kann der Einsatz von Antipsychotika besonders bei Demenzpatienten nicht mehr befürwortet werden.

 

Mehr zum Thema


BMJ 2008; 337: a1227

15.01.2009 - dzu


 

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