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Fruchtsäfte stören die Wirkung von Medikamenten
 
Zitrussäfte, allen voran der Grapefruit-Saft, können die Wirkung bestimmter Medikamente um bis zu zwei Drittel vermindern. Davor warnen Experten an der Konferenz der American Chemical Society in Philadelphia.

Fruchtsäfte
 
Bereits 1991 haben Forscher belegt, dass Grapefruits die Wirkung von Blutdruckmedikamenten stören.

 

Die aktuelle Studie, die an der oben genannten Konferenz vorgestellt wurde zeigt nun, dass Zitrussäfte im Allgemeinen und Grapefruitsaft im Besonderen die Wirkung einiger Medikamente bis zu einem Drittel herabsetzen können.

 

Der Grund für das Versagen der Medikamente liegt in einem Inhaltsstoff der Früchte, der ein Enzym in der Leber hemmt, so die Forscher. Sie entdeckten, dass Grapefruit-Saft die Wirksamkeit des Antihistamins Fexoefenandin reduziert. Nur die Hälfte des Präparates gelangte nach Einnahme, zusammen mit einem Glas Fruchtsaft, ins Blut. Wahrscheinlich stört der Bitterstoff Naringin in den Fruchtsäften die Medikamentenaufnahme ins Blut, vermuten die Experten.

 

Betroffen von diesen Interaktionen sind vor allem gewisse Krebsmedikamente (Zytostatika), Beta Blocker, Immunsuppressiva, Blutdruckmedikamente sowie einige Antibiotika.


Nebst Grapefruitsaft können auch Orangen- und Apfelsaft die Aufnahme von Medikamenten herabsetzen. Die Experten empfehlen deshalb, Medikamente immer mit Wasser und niemals mit Fruchtsäften einzunehmen.


Clin Pharmacol Ther. 2005; 77: 170-7

27.08.2008 - dzu


 

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